Autobauer in der Krise
Das sind VWs Geheimpläne für die deutschen Werke

VW-Chef Oliver Blume versucht, den Angestellten die Sparmassnahmen schmackhaft zu machen. Inzwischen gibt es erste Hinweise, wie es in Deutschland weitergehen könnte.
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Wie geht es weiter in den deutschen VW-Werken?
Foto: Keystone

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Vier VW-Werke in Deutschland sind bedroht
  • «Bild» kennt geheimen Rettungsplan für Werke in Emden und Zwickau
  • Rüstungsgüter und China-VWs könnten für Auslastung sorgen
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Gabriel KnupferRedaktor News

Bekanntlich steckt der VW-Konzern in der Krise. Die Wolfsburger greifen deshalb durch: Bis 2035 halbieren sie die Produktpalette und drosseln die Kapazität von zwölf auf neun Millionen Fahrzeuge. Weltweit stehen bis zu 120'000 Jobs auf der Kippe, und in Deutschland ist die Zukunft von vier Werken unsicher (Emden, Hannover, Zwickau und Audi in Neckarsulm).

In den vergangenen Tagen tourte CEO Oliver Blume (58) durch die Betriebsversammlungen in Wolfsburg, Emden und Zwickau. Dabei versuchte der Chef, die Angestellten von der Notwendigkeit der Einschnitte zu überzeugen. Sein Versprechen: In sechs bis zwölf Monaten gebe es für jedes Werk «eine Perspektive».

Wie diese aussieht, ist offiziell noch nicht bekannt. Doch laut der «Bild»-Zeitung hat VW zumindest für die Werke Emden und Zwickau einen geheimen Rettungsplan.

Drohnen in Emden

Das Werk Emden mit 7700 Mitarbeitern hat sich vollständig auf E-Autos spezialisiert. 2024 lief der letzte Verbrenner vom Band. Aktuell baut Emden die Modelle ID.4, ID.7 und ID.7 Tourer.

Doch obwohl VW über eine Milliarde Euro in den Umbau investierte, gibt es laut Blume noch keine «wettbewerbsfähige Belegung» für die 2030er-Jahre. Gemäss «Bild» könnten in Emden künftig Rüstungsgüter für die deutsche Bundeswehr und Verbündete hergestellt werden. Die Rede ist von Drohnen oder schweren Militärlastwagen.

China-VWs in Zwickau

Auch das Werk in Zwickau mit 8000 Angestellten produziert ausschliesslich E-Autos. Neben den VW-Modellen ID.3, ID.4 und ID.5 bauen die Mitarbeitenden den Audi Q4 e-tron, den Sportback e-tron und den Seat Cupra Born.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (51) wehrt sich gegen Kriegsmaterial aus dem Automobilwerk. Deshalb könnte VW in Zwickau in den 2030er-Jahren E-Autos fertigen, die ursprünglich für China entwickelt wurden.

Unter dem Motto «in China for China» will VW vor allem in China zum Erfolg zurückfinden. Doch die smarten E-Autos könnten auch in Europa funktionieren, wenn denn der Preis stimmt. Es wäre eine Ironie der Geschichte, wenn VW-Modelle für den europäischen Markt bald im chinesischen Hefei statt in Wolfsburg entwickelt würden.

VW wird chinesischer

Für die Standorte Hannover und Neckarsulm sickerte noch kein Rettungsplan durch. Hier drückt der gleiche Schuh: hohe Lohnkosten und fehlende Auslastung.

Am 4. September berät der Aufsichtsrat erneut über die Zukunft. Klar scheint aber schon jetzt: Der deutsche Weltkonzern wird nicht nur kleiner werden, sondern vor allem auch chinesischer.

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