Darum gehts
- Europäische Länder verwirren Feriengäste mit absurden Parkierregeln
- Frankreich wechselt Parkierseiten in gewissen Strassen halbmonatlich
- In Österreich gibt es für die Schweizer Parkscheibe eine Busse
Parkieren gleicht in manchen Ländern einem Spiessrutenlauf. Besonders als Feriengast ist es schwierig, den Durchblick zu behalten. Welches europäische Land hat die verwirrendsten Regeln? Entscheide selbst.
Frankreich
Beim halbmonatlichen Wechselparkieren («Stationnement alterné semi-mensuel») ändert sich die erlaubte Parkierseite je nach Monatsabschnitt. Vom 1. bis zum 15. eines Monats parkierst du auf der Seite mit den ungeraden Hausnummern. Ab dem 16. steht das Auto auf der Seite mit den geraden Zahlen.
Griechenland
Griechische Halteverbotsschilder haben eine Zusatzlogik: Entscheidend sind die senkrechten Linien auf dem Schild. Eine Linie bedeutet eingeschränktes Halteverbot in ungeraden Monaten wie Januar oder Mai. Zwei senkrechte Linien gelten dagegen in geraden Monaten wie Februar oder Juni. Wer nur kurz hinsieht, kann also schnell am falschen Ort stehen.
Österreich
Mit einer Schweizer Parkscheibe riskiert man bei den Ösis eine Busse. Das Problem: In Österreich reichen die Halbstunden-Markierungen nicht aus. Denn die Ankunftszeit musst du auf die nächste Viertelstunde runden. Wer um 10.05 Uhr parkiert, stellt dort die Scheibe auf 10.15 Uhr – und nicht auf 10.30 Uhr wie bei uns.
Dänemark
Die dänische Strassenverkehrsordnung schreibt vor, dass beim Parkieren zu jeder Kreuzung und jedem Radweg ein Abstand von 10 Metern Pflicht ist. Das Parkierverbot in diesem Bereich sorgt dafür, dass alle Verkehrsteilnehmer beim Einfahren in die Kreuzung freie Sicht haben.
Italien
In vielen italienischen Städten gibt es verkehrsberuhigte Zonen (Zona a Traffico Limitato). Diese befinden sich häufig in historischen Innenstädten und sind nur mit Sondererlaubnis befahrbar. Wer hier einen Parkplatz sucht und ohne Genehmigung einfährt, muss mit einer Geldstrafe von umgerechnet knapp 100 Franken rechnen.
Bonus: Schweiz
Im Ausland schüttelt man auch den Kopf über eine schweizerische Parkierregel. So erwähnt der Mietwagen-Anbieter Sunny Cars in seiner Aufstellung der skurrilsten Vorschriften die Blaue Zone.
Grund ist die Mittagspause: Parkierst du zwischen 11.30 und 13.29 Uhr, darfst du bis 14.30 Uhr stehenbleiben. Aber Achtung: Stelle die Parkscheibe zwingend auf 12.00 Uhr (oder später). Stellst du die Parkscheibe auf 11.30 Uhr, dann musst du nach einer Stunde um 12.30 Uhr wieder wegfahren.
Kennst du weitere abwegige Parkierregeln? Dann schreib uns in den Kommentaren!