Humanoide Roboter mit KI
Dieser Schweizer Roboter baut bald deinen BMW zusammen

BMW startet diesen Sommer im Leipziger Werk ein Pilotprojekt mit humanoiden Robotern. Die KI-basierten AEON, entwickelt von Hexagon Robotics in der Schweiz, sollen monotone und belastende Arbeiten übernehmen – und so die Autoproduktion revolutionieren.
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Menschenförmige Roboter wie im Hollywoodfilm «I, Robot» mit Schauspieler Will Smith (57) aus dem Jahre 2004 sind längst keine Fantasie mehr, sondern Realität.
Foto: BAA_2013_07_01

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • BMW startet im Sommer 2026 Pilotprojekt mit humanoiden Robotern in Leipzig
  • Zwei Schweizer AEON-Roboter arbeiten 24/7, wechseln ihre Akkus selbst
  • Im US-Werk unterstützte ein Roboter 2025 die Produktion von 30'000 BMW X3
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Lorenzo FulviRedaktor Auto&Mobilität

Menschenförmige Roboter wie sie noch 2004 im Sci-Fi-Hollywoodstreifen «I, Robot» von Regisseur Alex Proyas (62) vorkommen, sind heute längst Realität. Den Begriff Roboter prägte der tschechische Schriftsteller Karel Čapek (1890–1938) in seinem Theaterstück R.U.R. (Rossum’s Universal Robots) bereits 1921. Das Wort Roboter stammt aus dem slawischen Wort «Robota» und bedeutet Arbeit.

Und genau dies soll auch der jüngst vorgestellte KI-basierte humanoide Roboter AEON im BMW-Produktionswerk in Leipzig (D) erledigen. Der Münchner Autobauer startet diesen Sommer ein Pilotprojekt mit zwei Robotern in der Fahrzeugfertigung. Diese wurden vom Schweizer Unternehmen Hexagon Robotics mit Sitz in Zürich entwickelt und gebaut.

24-Stunden-Betrieb

Der AEON ist 1,65 Meter gross, rund 60 Kilo schwer und besitzt unter anderem die Fähigkeit, die Akkus für seine Stromversorgung bei Bedarf selber auszuwechseln. So können die beiden AEON im 24-Stunden-Betrieb ohne Pause funktionieren und arbeiten. Statt über mechanische Füsse verfügt der AEON-Roboter über Rollen, damit er sich im Werk schneller fortbewegen kann. Zudem kann sein menschenähnlicher Körper verschiedenste Werkzeuge andocken.

Die Basis für den Versuch in Leipzig bildet ein ähnliches Projekt aus dem vergangenen Jahr im amerikanischen BMW-Werk in Spartanburg. Dort bewies ein anderer humanoider Roboter, der Figure 02, dass er präzise und wiederholgenaue Aufgaben unter industriellen Bedingungen ausführen kann. Innert zehn Monaten unterstützte er die Produktion von rund 30'000 BMW X3. Dabei legte er in 1250 Stunden 1,2 Millionen Schritte zurück und bewegte über 90'000 Bauteile.

Ambitionierte Pläne

Die humanoiden Roboter in Leipzig sollen jedoch nicht eine bestehende Automatisierung ersetzen, sondern ergänzen. Sie übernehmen monotone, für Menschen körperlich belastende oder sicherheitskritische Aufgaben. Das soll Mitarbeitende entlasten und Arbeitsplätze verbessern. Der erste Test in Leipzig fand bereits vor vier Monaten statt, im April soll ein weiterer Test folgen, ehe im Sommer dann die Pilotphase beginnt.

BMW verspricht sich viel von diesem Versuch, wie uns Michael Ströbel, Leiter Prozessmanagement und Digitalisierung in der Produktion, erklärt: «Nach unserer Evaluierung wurden Ende des vergangenen Jahres bereits Tests im Labor und im Werk Leipzig durchgeführt. Dieses Jahr richten wir den Fokus auf die schrittweise Integration in unser Produktionssystem, um vielfältige Einsatzmöglichkeiten zu erproben. Im Mittelpunkt steht dabei die Erforschung der Nutzung des Roboters in verschiedenen Produktionsbereichen wie der Batteriefertigung für Energiemodule sowie in der Komponentenfertigung für Exterieur-Teile.»

Ein erstes Fazit der Pilotphase will BMW gegen Ende Jahr ziehen. Dann wird auch bekannt, ob allenfalls weitere AEONs die Produktion ergänzen sollen. Ströbel rechnet damit, dass bereits in fünf Jahren Tausende AEONs in den Produktionshallen von Autoherstellern weltweit im Einsatz stehen werden. Auch der ab Mai oberste BMW-Chef und aktuelle Produktionsvorstand Milan Nedeljkovic (57) sieht die Zukunft in der Digitalisierung: «Die Digitalisierung verbessert die Wettbewerbsfähigkeit unserer Produktion – hier in Europa und weltweit. Die Symbiose aus Ingenieurskompetenz und künstlicher Intelligenz eröffnet in der Produktion vollkommen neue Möglichkeiten.» BMW hat folglich noch ambitionierte Pläne mit den Schweizer Robotern.

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