Darum gehts
- Die Siegergala zum Schweizer Auto des Jahres 2026 fand in Safenwil statt
- BMW iX3 gewinnt die Fachwahl, Audi Q3 Sportback die Publikumswahl
- 180 Gäste freuen sich über einen gelungenen Auto-Abend von Gastgeber Ringier Medien Schweiz
Die Autobranche staut sich am Donnerstagabend nach Safenwil AG ins Classic Center zur Siegergala des Schweizer Auto des Jahres 2026. Weil Renault-CEO Claudia Meyer (56) sich dieses Jahr den Stress «auf unseren permanent überlasteten Autobahnen» nicht mehr antun wollte, reist sie frühzeitig zur Gala und zählt so zu den ersten Gästen. Ganz anders die Führungsriege von Importeur Amag. Weil sie am selben Tag in Bern ihre Jahrestagung hat, können die Amag-Markenchefs erst spät los, schaffen es aber rechtzeitig zum Start der Gala.
So kommen rund 180 Gäste aus der Autobranche zusammen, die sich nach dem Tag der Schweizer Garagen am Dienstag im noch jungen Jahr bereits zum zweiten Mal in dieser Woche treffen. Die Gesprächsthemen beim Apéro sind denn auch meist die gleichen – man erwarte 2026 wieder ein schwieriges Verkaufsjahr. «Die Zahlen werden sich heuer gegenüber dem schlechten Vorjahr kaum markant verbessern», befürchtet Auto-Schweiz-Geschäftsführer Thomas Rücker (49). Ab 2027 erwartet er aber wieder bessere Verkäufe. «Bis dann wird der durchschnittliche Fuhrpark in der Schweiz so alt sein, dass neue Autos gekauft werden müssen», begründet er.
Audi Q3 Sportback gewinnt die Publikumswahl
Doch die Gespräche enden, als Moderator Jann Billeter (53) die Gäste zum offiziellen Akt in die neu aufgebaute Arena bittet. Jetzt folgt der eigentliche Grund des Galaabends: die Bekanntgabe der Sieger der Fach- und Publikumswahl des Schweizer Auto des Jahres 2026. Charmant begrüsst Billeter die heutige Gastgeberin: Ringier-Medien-Schweiz-CEO Ladina Heimgartner (45). «Unsere und auch ihre Branche erlebt aktuell schwierige Zeiten», begrüsst sie die zahlreich erschienenen Autoleute, «aber wir werden beide gestärkt die Transformation schaffen», macht sie Mut.
Und dann startet der offizielle Part mit der Bekanntgabe der drei Sieger der Publikumswahl. Tausende Leserinnen und Leser der Ringier-Medien-Schweiz-Titel sowie die User von carmarket.ch haben bei der sprachübergreifenden Wahl mitgemacht und aus 39 neuen Modellen ihre Favoriten gewählt. Nachdem Skoda bei den letzten fünf Publikumswahlen stets gewonnen hatte, dieses Jahr aber mit keinem neuen Modell antritt, muss es einen neuen Sieger geben. Doch mit dem Audi Q3 Sportback gewinnt ebenfalls ein Amag-Modell die prestigeträchtige Publikumswahl. Für Audi-Markenchef Dieter Jermann (58) hat sich damit die stressige Anreise aus Bern gelohnt, darf er doch die von Carmarket-Geschäftsführer Daniele Marangi überreichte Siegestrophäe in Empfang nehmen. «Ich freue mich sehr über diesen Titel, unser Q3 ist schon seit zehn Jahren unser Bestseller. Und offenbar gefällt auch die Neuauflage», so Jermann. «Ich bin aber auch etwas überrascht. Unser Q3 Sportback ist schliesslich kein reiner Stromer, sondern ein Benziner, den es auch als Mild- und Vollhybrid gibt.» Dennoch wählt das Publikum den Audi vor dem noch gar nicht bei den Händlern stehenden BMW iX3 und der Alpine A290 zu seinem Liebling.
BMW iX3 – Sieger mit grossem Vorsprung
Der dann folgende Kurzauftritt von Soul-Sängerin Nicole Bernegger (48) mit Band ist mehr als nur ein Intermezzo. Schon beim zweiten Song der Baslerin mit der kräftigen Stimme klatscht das Publikum mit – und mit ihrem dritten und leider bereits letzten Song schafft sie gar das Kunststück, dass die versammelte Autobranche mitsingt.
Derart beschwingt leitet Moderator Billeter schliesslich zum Höhepunkt über: der Bekanntgabe des Schweizer Auto des Jahres 2026, gewählt von der 15-köpfigen Fachjury, bestehend aus Autojournalisten, Umweltfachleuten und Rennprofis und dem neuen Jurypräsidenten Nico Müller (33). Der Rennfahrer und TV-Kommentator muss sich zwar wegen Testfahrten in Spanien für die Gala in Safenwil entschuldigen, wird bei der Übergabe von Jurykollege und Ex-Rennprofi Marcel Fässler (49) jedoch würdig vertreten. Und zur grossen Freude von BMW-CEO Sergio Solero (53) verkündet der frühere Le-Mans-Sieger Fässler schliesslich den BMW iX3 mit grossem Vorsprung (92 Jurypunkte) als Schweizer Auto des Jahres 2026. Hinter dem BMW folgen mit Respektabstand der Smart #5 (52 Punkte) auf Platz 2 und der Kia EV4 (42) auf Rang 3. Somit räumt an diesem Abend BMWs erster Stromer der Neuen Klasse mit einem ersten und einem zweiten Platz ganz gross ab. Was den italienischen BMW-Chef Solero, wohl noch inspiriert von Berneggers Auftritt, gleich zu einem spontanen Freudentänzchen mit Gesangseinlage motiviert.