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Donald Trump über Grönland:«Ihre Verteidigung besteht aus zwei Hundeschlitten»

Trump wettert gegen Grönland
«Ihre Verteidigung besteht aus zwei Hundeschlitten»

US-Präsident Donald Trump möchte sich Grönland zu eigen machen. Für dieses Ziel wählt er zunehmend schärfere Töne. Nun behauptet er, die Verteidigung Grönlands bestehe aus «zwei Hundeschlitten». Blick erklärt, wie sich Grönland tatsächlich zur Wehr setzen kann.
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US-Präsident Donald Trump will sich Grönland einverleiben. Am Sonntagabend spottete er an Bord der Air Force One über die Verteidigung Grönlands.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Donald Trump verspottet Grönlands Verteidigung: Es gebe nur «zwei Hundeschlitten»
  • Grönland setzt auf dänische Spezialkräfte, Kriegsschiffe, Drohnen und Spezialeinheit
  • Dänemark investiert 88 Milliarden Kronen in Grönlands Sicherheit und Verteidigung
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Sandra MarschnerRedaktorin News-Desk

«Niemand wird wegen der Zukunft Grönlands militärisch gegen die Vereinigten Staaten kämpfen. Das macht keinen Sinn», hatte US-Heimatschutzberater Stephen Miller (39) im Gespräch mit CNN gesagt. Donald Trump (79) ist nach wie vor bestrebt, sich Grönland als Teil der USA einzuverleiben. Nun hat der US-Präsident nachgelegt und die Verteidigung Grönlands verspottet.

Am Sonntagabend erklärte Trump an Bord der Air Force One gegenüber Reportern, dass Grönland den Deal machen sollte, «weil Grönland nicht will, dass Russland oder China die Macht übernehmen». Diese Position untermauerte er mit einem Seitenhieb gegen die Verteidigung Grönlands: «Im Grunde besteht ihre Verteidigung aus zwei Hundeschlitten. Wussten Sie das? Wissen Sie, woraus ihre Verteidigung besteht? Aus zwei Hundeschlitten.»

Spezialkräfte, Kriegsschiffe und Drohnen

Damit griff Trump eine ähnliche Rhetorik auf, die er bereits eine Woche zuvor verwendet hatte. «Wissen Sie, was Dänemark kürzlich getan hat, um die Sicherheit in Grönland zu erhöhen? Sie haben einen weiteren Hundeschlitten angeschafft», sagte der US-Präsident am ersten Januarsonntag an Bord der Air Force One gegenüber Reportern.

Zwar besitzt Grönland keine eigene Armee, doch komplett schutzlos ist die arktische Insel nicht. Mehrere Hundert dänische Spezialkräfte, mehrere Kriegsschiffe und moderne Drohnen schieben unter dem Kommando von Arktis-General Søren Andersen (58) rund um die Uhr Wache.

Dänemark stellt milliardenschwere Verteidigung zusammen

Vor allem ist Grönland bestrebt, im Angesicht des zunehmenden Drängens des US-Präsidenten seine Sicherheit zu erhöhen. Statt eines «weiteren Hundeschlittens», wie Trump spottete, antwortete Dänemark mit einem milliardenschweren Verteidigungspaket für Grönland. Mehr als 88 Milliarden Dänische Kronen (rund 10,9 Milliarden Franken) sollen in die Sicherheit Grönlands, der Arktis und des Nordatlantiks fliessen, wie das dänische Verteidigungsministerium auf seiner Website verkündete.

Das Paket beinhaltet fünf neue arktische Patrouillenschiffe mit Eisbrecherfähigkeiten, hochmoderne Langstreckendrohnen und ein neues Luftüberwachungsradar. Auch zu Land stockt Grönland mit einer Arktis-Einheit, die eine spezielle Ersthelferkapazität beinhaltet, unter dem Kommando für Spezialeinsätze auf. Zudem soll der Flughafen Kangerlussuaq umgebaut werden, damit künftig F-35-Kampfjets dort stationiert werden können. Diese stockt Dänemark in den eigenen Streitkräften nämlich auf 43 auf.

Zudem wurde zuvor ein Marine-Paket verabschiedet: Minenlegeschiffe, Unterwasserdrohnen und 21 Schiffe für die Marineheimatwache werden von der Königlich Dänischen Marine bereitgestellt.

Hundeschlitten gehören zu einer Spezialeinheit

Die grönländische Verteidigung setzt tatsächlich auch auf Hundeschlitten. Hierbei handelt es sich jedoch um eine Elitemilitäreinheit: Die Spezialeinheit Sirius patrouilliert mit Schlittenhunden entlang der schroffen Ostküste Grönlands.

In der Eiswüste im Nordosten Grönlands ist die Spezialeinheit perfekt ausgebildet für das Terrain ohne Strassen und bei Temperaturen bis zu minus 50 Grad. Die Spezialkräfte durchlaufen ein monatelanges Training, das auch das Überleben in der Wildnis und Navigation umfasst.

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