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Youtuber vor North Sentinel Island:«Befinden uns knapp ausserhalb der Sperrzone»

Diät-Cola für Ureinwohner
Youtuber droht Gefängnis wegen Löli-Aktion

Ein junger Mann landete wegen einer Youtube-Aktion vor Gericht. Mykhailo Polyakov betrat illegal die North Sentinel Island, um Kontakt zu ihrem isolierten Stamm aufzunehmen. Ihm drohen bis zu fünf Jahre Haft.
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Die North Sentinel Insel zu betreten, ist keine gute Idee. Denn die dort lebenden Eingeborenen sind enorm feindselig.
Foto: Screenshot Youtube

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Ein Youtuber betrat 2025 illegal North Sentinel Island, filmte seine Aktion
  • Er hinterliess Cola und Kokosnuss, um Kontakt zu Indigenen herzustellen
  • Ihm drohen bis zu 5 Jahre Haft, Gerichtsverhandlung am 29. April
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Gina Grace Zurbrügg

Für eine dumme Youtube-Aktion könnte Mykhailo Viktorovych Polyakov (24) in den Knast kommen. Er hatte versucht, mit einem indigenen Volk auf der indischen Insel North Sentinel Isalnd Kontakt aufzunehmen.

Um die Insel zu erreichen, war der damals 23-jährige mehrere Stunden mit einem Schlauchboot unterwegs. Sein Ziel war es, Kontakt zu den isoliert lebenden Sentinelesen aufzunehmen. Zuvor hatte er monatelang vergeblich versucht, eine Annäherung zu organisieren – schliesslich machte er sich eigenständig auf den Weg.

Aktion bedrohte das Leben der Sentinelesen

Am Strand legte er seine Mitbringsel hin, eine Diät-Cola sowie eine Kokosnuss, dabei versuchte er zusätzlich, mit einer Pfeife auf sich aufmerksam zu machen. Eine Reaktion der Inselbewohner blieb jedoch aus.

Anschliessend verliess er das Gebiet wieder, dokumentierte seine Aktion und veröffentlichte das Video wenige Tage später auf YouTube. Blick berichtete. Die North Sentinel Island gilt als streng abgeschottet, der Kontakt zu den dort lebenden indigenen Sentinelesen ist für Aussenstehende strengstens verboten.

Dabei spielt auch der Schutz der Inselbewohner eine Rolle, denn sie besitzen keine Immunität gegen viele heute verbreitete Krankheiten. Selbst einfache Infektionen wie Grippe könnten für sie tödlich sein.

Haft für Diät-Cola und eine Kokosnuss

Nur zwei Tage nach seiner Rückkehr wurde der Abenteurer von der Polizei festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, unerlaubt ein streng geschütztes Gebiet eines indigenen Stammes betreten zu haben – ein Delikt, das in Indien mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren geahndet werden kann.

Der Fall wird derzeit weiterhin von den indischen Behörden und vor Gericht geprüft, wie «Bild» berichtete, da sowohl die Ermittlungen als auch die rechtliche Einordnung Zeit beanspruchen. Sollte es zu einer Verurteilung kommen, droht ihm eine Haftstrafe von bis zu fünf Jahren. Der nächste Gerichtstermin ist für den nächsten Mittwoch angesetzt.

Der tragische Missionsversuch

Internationale Aufmerksamkeit erlangte die Insel auch durch den Fall des Missionars John Allen Chau (†27). Im Jahr 2018 versuchte er, auf der abgelegenen North Sentinel Island das Christentum zu verbreiten – ein Vorhaben, das für ihn tödlich endete.

Der dort lebende indigene Stamm lehnt jeglichen Kontakt zur Aussenwelt konsequent ab. Immer wieder gab es Versuche, sich ihm zu nähern – doch diese endeten in vielen Fällen tragisch.

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