Wie die Luftraumsperrungen im Nahen Osten die globale Luftfahrt verändern
Am Himmel klafft ein riesiges Loch

Im Luftraum über dem Nahen Osten klafft eine grosse Lücke. Noch am Freitag herrschte hier Hochbetrieb. 96 Stunden später ist von der Hektik nichts mehr zu spüren. Die Vorher-Nachher-Bilder.
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So sah der Luftraum über der Golfregion am Freitagmorgen um 9.20 Uhr aus.
Foto: Flightradar 24

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Wegen Iran-Krieg ist Nahost-Luftraum seit 96 Stunden teils gesperrt
  • Über 4000 Schweizer in Konfliktregion gestrandet, Evakuierungsflüge geplant
  • Flugumleitungen erhöhen Zeiten, Kosten und Treibstoffverbrauch weltweit
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Janine EnderliRedaktorin News

Der Unterschied ist unübersehbar: Wo sich am Freitag noch einer der verkehrsreichsten Luftverkehrsknotenpunkte der Welt befand, ist 96 Stunden später grosse Leere. 

Wegen des Iran-Kriegs sind weite Teile des Luftraums im Nahen Osten derzeit gesperrt. Ein Vorher-nachher-Vergleich zeigt eindrücklich, wie durch die Sperrungen plötzlich eine grosse Lücke am Himmel klafft. 

Die Lage ist instabil und es ist davon auszugehen, dass die Schliessungen nach Ablauf der Fristen verlängert werden. 

Lage bleibt volatil

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben eine Sicherheitsinformation für ihren Luftraum veröffentlicht, in der dieser als teilweise gesperrt definiert wird. Das Gleiche betrifft Saudi-Arabien.

Vollständig gesperrt sind derweil die Lufträume folgender Länder:

  • Iran
  • Irak
  • Katar
  • Bahrain
  • Kuwait
  • Syrien
  • Israel

Der Luftraum über Oman bleibt offen. Fluggesellschaften haben begonnen, Maskat als Basis für Evakuierungsflüge zu nutzen. British Airways und Lufthansa sowie auch die Swiss werden Sonderflüge durchführen, um Gestrandete nach Hause zu bringen.

Wichtiges Drehkreuz für globale Luftfahrt

Die Auswirkungen sind enorm. Seit Jahrzehnten fliesst der Flugverkehr zwischen Europa und Asien direkt durch den Nahen Osten. Die Region beherbergt einige der leistungsstärksten Drehkreuze der Luftfahrt – Dubai International Airport, Hamad International Airport und Zayed International Airport – sowie Fluggesellschaften wie Emirates, Qatar Airways und Etihad Airways, deren Geschäftsmodelle auf der Verbindung von Ost und West basieren.

Aktuell sind Tausende Reisende gestrandet – nach wie vor befinden sich noch über 4000 Schweizer in der Konfliktregion. 

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«Wir sahen Raketen auf uns zu fliegen»

Flüge müssen umgeleitet werden, was oft zu längeren Flugzeiten, höherem Treibstoffverbrauch und Folgekomplikationen für Besatzungen und Flugzeuge sowie zu höheren Kosten führt. Im Vordergrund steht jedoch die grosse Unsicherheit und Angst, die viele umtreibt. 

«Es gab Explosionen, wir hatten Angst», sagte beispielsweise ein Mitglied einer Swiss-Crew, die aus Dubai über Oman evakuiert werden musste. Andere Reisende berichten gar von Todesangst. Sandra aus Genf reiste am Dienstag aus Abu Dhabi heim. Sie hatte Glück, einen Flug erwischt zu haben. Nach der Landung in Kloten sagte sie zu Blick: «Wir sahen Raketen auf uns zufliegen, wir dachten wirklich, wir würden sterben.» 

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