Darum gehts
- US-Präsident Donald Trump erhebt wegen des Grönland-Konflikts neue Zölle
- Betroffene Länder sind Nato-Verbündete wie Dänemark und Deutschland
- Die Grönland-Strafe beträgt zunächst zehn, später 25 Prozent
In Dänemark und auf Grönland demonstrieren Tausende Menschen gegen die Annexionspläne von US-Präsident Donald Trump (79). Derweil läuft auf der Insel im Nordatlantik unter Beteiligung mehrerer europäischer Staaten eine Erkundungsmission für eine Militärübung.
Jetzt erhöht Trump im Streit um die Zugehörigkeit von Grönland den Druck: In einem Beitrag auf seinem Portal Truth Social schreibt der US-Präsident, er werde gegen jene Staaten, die sich an der Erkundungsmission auf Grönland beteiligten, neue Zölle verhängen.
Stufenweise Erhöhung
Per 1. Februar sollen demnach auf Warenimporte aus Dänemark, Norwegen, Schweden, Frankreich, Deutschland, Grossbritannien, den Niederlanden und Finnland zehn Prozent zusätzliche Zölle erhoben werden. Per 1. Juni werde die Strafe auf 25 Prozent erhöht. Trump: «Dieser Tarif ist fällig und zahlbar, bis eine Vereinbarung über den vollständigen und umfassenden Kauf Grönlands erzielt wird.»
Bei den Ländern im Visier des US-Präsidenten handelt es sich allesamt um Nato-Verbündete der USA. Trump wiederholt seine Forderung, dass die USA Grönland aus Sicherheitsgründen besitzen müssten. Ansonsten würden Russland oder China die Nordatlantik-Insel übernehmen. Die USA seien ab sofort offen für Verhandlungen mit Dänemark und weiteren Nationen.
«Gefährliche Situation für das Überleben unseres Planeten»
Die Entsendung von Soldaten aus mehreren europäischen Staaten nach Grönland kritisiert Trump heftig. «Dänemark, Norwegen, Schweden, Frankreich, Deutschland, Grossbritannien, die Niederlande und Finnland sind für unbekannte Zwecke nach Grönland gereist», schreibt der US-Präsident. Das sei eine «sehr gefährliche Situation für die Sicherheit, den Schutz und das Überleben unseres Planeten».
Seit dem Abschluss verschiedener Zoll-Deals im vergangenen Sommer gilt für die meisten europäischen Waren ein US-Zollsatz von 15 Prozent. Mit den Grönland-Strafzöllen werden die meisten betroffenen Länder nun Tarife von zunächst 25 und schliesslich 40 Prozent bezahlen müssen.