Hier landet die Raumkapsel sicher im Ozean
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Rückholaktion der ISS-Crew:Hier landet die Raumkapsel sicher im Ozean

Wegen gesundheitlicher Probleme
ISS-Crew vorzeitig zurück auf der Erde

Grund für den Abbruch der Mission war der gesundheitliche Zustand eines Astronauten. Der «Crew Dragon» landete nach fünf Monaten am Donnerstag sicher vor der Küste Kaliforniens. Die Crew-11 umrundete die Erde 2670-mal und flog 114 Millionen Kilometer.
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Die Crew-11 ist frühzeitig auf die Erde zurückgekehrt.
Foto: IMAGO/Anadolu Agency

Darum gehts

  • Nasa holte vierköpfige Astronautencrew wegen medizinischer Probleme frühzeitig zurück
  • Crew Dragon landete vor Kaliforniens Küste nach fünf Monaten im All
  • Crew-11 umrundete 2670 Mal die Erde und flog 114 Millionen Kilometer
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Keystone-SDADie Schweizer Nachrichtenagentur

Erstmals in der Geschichte der Internationalen Raumstation ISS hat die US-Raumfahrtbehörde Nasa eine vierköpfige Astronautenbesatzung wegen medizinischer Probleme vorzeitig zurück zur Erde geholt. Mit einem «Crew Dragon» des Raumfahrtunternehmens SpaceX von Tech-Milliardär Elon Musk (54) landeten die vier Astronauten in den frühen Morgenstunden (Ortszeit) vor der Küste des US-Bundesstaates Kaliforniens, wie Live-Bilder der Nasa zeigten.

Die Raumkapsel mit den US-Astronauten Mike Fincke und Zena Cardman, dem Japaner Kimiya Yui und dem russischen Kosmonauten Oleg Platonow hatte in der Nacht auf Donnerstag von der ISS abgedockt. Damit endete der Einsatz der Crew, bestehend aus drei Männern und einer Frau, nach fünf Monaten früher als geplant.

«Ich könnte nicht stolzer sein»

Weniger als eine Stunde nach dem sogenannten Splashdown verliessen die vier Astronauten mit Unterstützung nacheinander die Kapsel und wurden von SpaceX-Mitarbeitern auf einem Schiff mit Jubel und Applaus empfangen, wie in der Nasa-Übertragung zu sehen war. Bevor die Crew aufs Festland geflogen wurde, stand zunächst eine routinemässige medizinische Untersuchung an. Jeder Aufenthalt im All ist eine enorme körperliche Belastung.

«Ich könnte nicht stolzer sein auf unsere Astronauten und unsere Teams auf der Erde bei Nasa, SpaceX und unseren internationalen Partnern», sagte Nasa-Chef Jared Isaacman (42). Es sei eine «sehr erfolgreiche Mission» gewesen. «Das ist, worauf wir uns vorbereiten. Das ist die Nasa von ihrer besten Seite.»

Die Crew-11 verbrachte insgesamt 167 Tage im All, flog dabei rund 114 Millionen Kilometer und umrundete 2670 Mal die Erde. Cardman und Platonow waren zum ersten Mal im All, Yui zum zweiten und Fincke zum vierten Mal.

Rückkehr wegen gesundheitlicher Gründe

In der vergangenen Woche hatte die Nasa zuerst einen Ausseneinsatz an der ISS wegen gesundheitlicher Probleme eines Crew-Mitglieds kurzfristig abgesagt – und dann mitgeteilt, dass sie wegen des Problems die komplette vierköpfige Crew vorzeitig zurück zur Erde holen werde. Zur Identität des Crew-Mitglieds und zu Details der gesundheitlichen Probleme wollte sich die Nasa aus Gründen der Privatsphäre nicht äussern. Das Mitglied der Crew 11 sei in stabilem Zustand, hiess es.

Man wolle aber sichergehen und die bessere medizinische Versorgung nutzen, die auf der Erde möglich sei. Der medizinische Chef der Nasa, James Polk, sprach seinerseits von einem «weiterhin bestehenden Risiko» und einer «noch ungeklärten Diagnose» als Gründe für die Entscheidung. Es ist der erste Vorfall dieser Art in der Geschichte der ISS.

Es habe sich um eine «ernste medizinische Situation» gehandelt, die so auch auf der Erde hätte vorkommen können, sagte Nasa-Chef Isaccman, der die Landung gemeinsam mit Familienmitgliedern der Crew im Kontrollzentrum in Houston verfolgte. Das Crew-Mitglied sei aber stabil. «Alle Crew-Mitglieder sind sicher und guter Stimmung.»

«Sie waren traurig, aber sie waren auch bereit»

Natürlich sei die Crew nicht begeistert gewesen, dass ihre Zeit auf der ISS verkürzt werden müsse, sagte Nasa-Manager Joel Montalbano bei einer Pressekonferenz. «Sie waren traurig, aber sie waren auch bereit. Sie haben sogar schon wieder rumgewitzelt. Sie sind Profis.»

Vor ihrem Abflug hätten sie noch eine ausgiebige Übergabe und Extra-Training für den Nasa-Astronauten Christopher Williams organisiert, der nun mit den beiden russischen Kosmonauten Sergej Mikaew und Sergej Kud-Swertschkow alleine an Bord der ISS ist. Williams werde einige zeitkritische wissenschaftliche Experimente priorisieren – «aber es sind vier Menschen weniger an Bord, das macht sich bemerkbar». Zwei nun ausgefallene Ausseneinsätze würden von der nächsten Crew übernommen. Der Start der Nachfolge-Crew war ursprünglich für Mitte Februar geplant, könnte nun aber vorgezogen werden.

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