Darum gehts
- Webseite fordert Militärdienst für Barron Trump (19), veröffentlicht am Samstag
- Satiriker Toby Morton steckt hinter der Aktion, über 60'000 Likes auf Instagram
- Barron ist über 2 Meter gross, könnte medizinische Ausnahme für Wehrdienst erhalten
«Amerika ist stark, weil seine Anführer stark sind», steht ganz oben auf der Webseite draftbarrontrump.com. «Präsident Trump beweist das jeden Tag. Natürlich ist sein Sohn Barron mehr als bereit, das Land zu verteidigen, das sein Vater so entschlossen führt», heisst es darunter.
Die Webseite existiert seit Samstag. Dem Tag, als die USA und Israel ihren Angriff auf den Iran starteten. Das Ziel des Urhebers ist es, Barron Trump (19), den jüngsten Sohn des US-Präsidenten Donald Trump (79), zum Militärdienst zu motivieren.
Dass die Webseite nicht ganz ernst gemeint ist, belegen unter anderem Aussagen wie «Dog Bless Barron» auf der Frontseite, eine Anspielung auf «God bless America». Auch verwendet der Ersteller stark überzeichnete Fotos von Barron, unter anderem eines mit einer Art Heiligenschein. Ein anderes Foto zeigt seinen Vater scheinbar bei einem Nickerchen am Arbeitsplatz.
Idee findet Anklang
Laut «The Independent» steckt Toby Morton hinter dem Projekt, ein ehemaliger Autor der satirischen Animationsserie «South Park». Ein Instagram-Beitrag von ihm, in dem er den Start seiner Webseite ankündigte, wurde über 60'000-mal gelikt. Auch auf X machte der Hashtag #sendbarrontowar die Runde, wie unter anderem «Watson» berichtete.
Zu gross fürs Militär
Könnte Barron Trump also tatsächlich in die US-Armee einberufen werden? Höchstwahrscheinlich nicht, berichtet der «Daily Express». Grund dafür ist seine Körpergrösse. Barron ist knapp über 2 Meter gross, er überragt seinen Vater damit um mehr als zehn Zentimeter.
Die US-Armee lässt Menschen mit einer Körpergrösse von bis zu 2,03 Meter zum Wehrdienst zu. Barrons Körpergrösse liegt also noch haarscharf im Bereich des Möglichen.
Trotzdem könnte es reichen, um von einem Arzt eine medizinische Ausnahmegenehmigung zu erhalten. Das würde den Teenager vom Militärdienst ausschliessen. Seine Einberufung müsste ausserdem sowohl vom Präsidenten als auch vom Kongress der USA genehmigt werden.