Dieser Schritt ist wohl nur ein geschickter Schachzug
Vucic kündigt Rücktritt für Sonntag an

Der serbische Präsident Aleksandar Vucic hat seinen Rücktritt für kommenden Sonntag angekündigt. Seinen Rücktrittsplan teilte er am Rande der Uno-Generalversammlung mit.
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Wird nach eigenen Angaben am Sonntag zurücktreten: Serbiens Präsident Aleksandar Vucic.
Foto: AFP

Gegenüber Reportern hat der serbische Präsident Aleksandar Vucic (56) am Donnerstag seinen baldigen Rücktritt angekündigt. «Ich trete am Sonntagabend zurück. Ich denke, es wird gegen 20 Uhr sein. Ich melde mich bei euch, rufe euch alle an, ihr werdet meine Erklärung und alles Weitere hören», sagte Vucic zu den anwesenden Medienvertretern. Das berichtet der Staatssender RTS. Seinen Rücktritt als Präsident hatte er schon im Juni angekündigt.

Vor seinem Rücktritt am Sonntag wolle er sich noch mit Russlands Präsident Wladimir Putin treffen, erklärte Vucic. Er werde mit dem Kremlchef über ein Energieabkommen und Projekte der russischen Eisenbahnen in Serbien beraten, so Vucic.

Bereits am 9. September hatte Vucic das Parlament in Serbien aufgelöst und für den 25. Oktober 2026 Neuwahlen angekündigt. 

Was auf den ersten Blick wie ein Rückzug unter dem Druck monatelanger Anti-Korruptions-Proteste aussieht, ist in Wahrheit wohl ein kalkulierter Schachzug zum Machterhalt. Die serbische Verfassung verbietet Vucic eine dritte Amtszeit als Präsident. Da die exekutive Macht im Land laut Verfassung beim Ministerpräsidenten liegt, nutzt er das Ende seiner Präsidentschaft für eine verfassungsmässige Rochade: Er tritt zurück, um unmittelbar als Spitzenkandidat seiner Partei (Serbische Fortschrittspartei) in den Wahlkampf für die anstehenden Parlamentswahlen zu ziehen. 

Sein klares Ziel ist es, nach der Wahl als neuer Ministerpräsident an die Regierungsspitze zurückzukehren. 


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