Darum gehts
- 68-jähriger Berliner wegen Vergewaltigung von 14 betäubten Frauen angeklagt
- Polizei fand 2026 Videoaufnahmen von Sexualstraftaten auf sichergestellten Datenträgern
- Mindestens 58 Opfer vermutet, 30 identifiziert, 14 Fälle vor Gericht
Es sind erschreckende Berichte: Ein 68-jähriger Mann aus Berlin soll 14 bewusstlose Frauen vergewaltigt haben.
Laut Anklage soll er sie zunächst mit einem Cocktail aus Schlafmitteln und Alkohol betäubt, anschliessend vergewaltigt und die Taten gefilmt haben.
Verstörende Aufnahmen
Die Ermittler gehen allgemein von mindestens 58 Opfern aus, doch bislang konnten nur 30 namentlich identifiziert werden. In 14 Fällen wurde Anklage erhoben.
Im Zuge der Ermittlungen wurde die Wohnung des 68-Jährigen in Berlin-Friedrichsfelde durchsucht, und zahlreiche Datenträger wurden sichergestellt. Ein Sachverständiger stiess bei der Auswertung im Februar 2026 auf verstörende Videoaufnahmen von Sexualstraftaten. Kurz darauf, am 3. März 2026, wurde der Mann verhaftet und sitzt seither in Untersuchungshaft, wie deutsche Medien unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft berichten.
Frauen über Online-Dating kennengelernt
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft lernte der Mann seine Opfer über Online-Dating-Plattformen kennen. Die Frauen hätten zunächst keine Kenntnis von den Übergriffen gehabt und seien erst durch die Ermittlungen informiert worden. «Die Vorwürfe umfassen Vergewaltigung im besonders schweren Fall und gefährliche Körperverletzung», erklärte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.
Der Fall hat Parallelen zu internationalen und nationalen Skandalen. So sorgte etwa der Fall der Französin Gisèle Pelicot (73) weltweit für Entsetzen. Ihr Ex-Mann wurde 2024 zu 20 Jahren Haft verurteilt, weil er sie über ein Jahrzehnt hinweg betäubt hatte und von anderen Männern missbrauchen liess.