USA verweigern Landung in Detroit
Air France wegen Kongo-Reisenden nach Montreal umgeleitet

Ein Air-France-Flug von Paris nach Detroit musste in Montreal zwischenlanden. An Bord war ein Passagier aus dem Kongo, der in einem Ebola-Gebiet war. Die USA verweigerten der Maschine die Landung.
Kommentieren
1/4
Ein Air-France-Flug von Paris nach Detroit musste in Montreal zwischenlanden.
Foto: SVEN THOMANN

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Air-France-Flug von Paris nach Detroit am 20. Mai nach Kanada umgeleitet
  • Kongolesischer Passagier aus Ebola-Gebiet durfte nicht in die USA einreisen
  • Flug AF378 landete um 16.04 Uhr in Montreal statt Detroit
Daniel_Macher_Journalist Newsteam_Blick.ch_2-Bearbeitet.jpg
Daniel MacherRedaktor News

Ein Air-France-Flug von Paris nach Detroit ist auf Anweisung der US-Behörden kurzfristig nach Kanada umgeleitet worden. Grund dafür war ein Passagier aus dem Kongo, der sich zuvor in einem von Ebola betroffenen Gebiet aufgehalten haben soll. Darüber berichtet die italienische Zeitung «Corriere della Sera».

Betroffen war der Flug AF378, der am Mittwoch mit einer Boeing 777-200 vom Flughafen Charles de Gaulle gestartet war. Laut Daten des Flugdienstes «Flightradar24» hob die Maschine um 16.04 Uhr in Paris ab und landete später ausserplanmässig in Montreal. Dort musste der betroffene Passagier aussteigen, bevor die Reise fortgesetzt werden konnte.

Umleitung «auf Anfrage der US-Behörden»

Wie mehrere Reisende schilderten, informierten die Piloten die Passagiere während des Fluges darüber, dass die amerikanischen Behörden keine Landung in Detroit erlaubten. Hintergrund seien neue Gesundheitsvorschriften der USA im Zusammenhang mit einem Ebola-Ausbruch in Teilen Afrikas. Ein Flugbegleiter habe zudem einen möglichen Virusfall erwähnt, woraufhin Crewmitglieder Masken angelegt hätten. Das habe unter den Passagieren für Verunsicherung gesorgt.

Air France bestätigte den Vorfall inzwischen offiziell. Ein Sprecher erklärte, die Umleitung nach Montreal sei «auf Anfrage der US-Behörden» erfolgt, nachdem einem kongolesischen Staatsbürger an Bord die Einreise verweigert worden sei.

Passagier irrtümlich an Bord gelassen

Nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC dürfen Nicht-US-Bürger derzeit nicht in die Vereinigten Staaten einreisen, wenn sie sich innerhalb der vergangenen 21 Tage in der Demokratischen Republik Kongo, Uganda oder im Südsudan aufgehalten haben. Für US-Staatsbürger und Inhaber einer Green Card gelten Ausnahmen – sie dürfen jedoch nur über den Flughafen Washington-Dulles einreisen.

Auch die US-Grenzschutzbehörde bestätigte laut «Corriere della Sera», dass Air France den Passagier irrtümlich an Bord gelassen habe. Deshalb sei entschieden worden, der Maschine die Landung in Detroit zu untersagen.

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen