Darum gehts
- US-Millionär Ernie Dosio (75) stirbt bei Safari in Gabun
- Von Elefantenherde im Lopé-Okanda-Regenwald tödlich angegriffen
- Kosten der exklusiven Jagdreise: 31'000 Franken
«Es ist ein riesiger Schock. Er war ein bekannter Jäger, und das hätte nicht passieren dürfen», sagt Jeff Dosio zur «Daily Mail».
Sein Vater kam bei einer Safari ums Leben. Ernie Dosio (†75) wurde vergangene Woche von einer Elefantenherde zu Tode getrampelt. Der US-Millionär befand sich in Gabun und machte Jagd auf den seltenen Gelbrückenducker. Kostenpunkt für die exklusive Safari: 40'000 US-Dollar (knapp 31'000 Franken).
«Ich möchte lieber nicht ins Detail gehen»
Laut offiziellen Angaben befand sich Dosio auf einer geführten Jagdreise im Lopé-Okanda-Regenwald, einer der abgelegensten Gegenden Afrikas. Zusammen mit einem Berufsjäger stiess Dosio jedoch unerwartet auf fünf weibliche Waldelefanten und ein Kalb. Die grossen Tiere fühlten sich offenbar bedroht und griffen sofort an.
Der US-Millionär wurde schwer verletzt, verlor seine Waffe, und Dosio war mit nur einer Schrotflinte für Kleinwild wehrlos. Der Sohn zur «Daily Mail»: «Ich möchte lieber nicht ins Detail gehen, aber man kann mit Sicherheit davon ausgehen, dass es schnell ging.»
Seine Ex-Frau Rinda Butler Dosio schilderte die ersten Stunden nach der Tragödie als verwirrend. «Wir hörten zunächst von Büffeln und anderen verrückten Dingen. Die Anwälte wurden vor der Familie informiert. Nichts ergab Sinn», sagte sie. Sie und die Familie können nicht fassen, dass der erfahrene Jäger ums Leben kam. «Es ist ein riesiger Schock.»
Bilder aus dem Trophäenzimmer landete im Netz
Sohn Jeff Dosio ist ausserdem wütend. Denn: Fotos aus dem Trophäenzimmer seines Vaters gelangten ins Netz. «Wer auch immer all diese Fotos aus unserem Trophäenzimmer gemacht hat – ich habe keine Ahnung, wie das zustande gekommen ist», so Jeff Dosio. Auf den Bildern sind zahlreiche exotische, ausgestopfte Tiere und Köpfe, die an der Wand hängen, zu sehen.
Ernie Dosio war über Jahrzehnte als passionierter Grosswildjäger in seinem Heimatort bekannt und unternahm zahlreiche Jagdreisen nach Afrika sowie in die USA, wo er nahezu jede Wildhirschart erlegt haben soll. Die US-Botschaft in Gabun bestätigte, dass die Rückführung des Leichnams organisiert werde und man mit den zuständigen Stellen sowie der Familie in Kalifornien zusammenarbeite.