Unwetter-Chaos in den USA – 100 Millionen Menschen betroffen
«Es zeichnet sich eine explosive Entwicklung ab»

Lebensgefährliche Tornados treffen die USA: Am Montag wurden über ein Dutzend Stürme in mehreren Bundesstaaten gemeldet. Riesige Hagelkörner sorgten für Chaos und Zerstörung. Die Lage dürfte sich in den kommenden Stunden weiter verschärfen.
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Schon Anfang März kam es in den USA zu heftigen Tornados.
Foto: IMAGO/NurPhoto

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Tornados und Unwetter wüten in den USA, bereits vergangene Woche gab es acht Tote
  • Hagelkörner mit bis zu 9 cm Durchmesser verursachen schwere Schäden
  • Wetterwarnung für 100 Millionen Amerikaner
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Janine EnderliRedaktorin News

Die Tornado- und Unwettersaison in den USA nimmt so richtig Fahrt auf. Zwar gab es im Januar und Februar schon einzelne heftige Stürme, laut dem Wetterdienst Meteo News verliefen diese jedoch glimpflich. Inzwischen hat sich die Lage geändert. In den vergangenen Monaten starben bei einem Tornado acht Menschen. Die Situation dürfte sich noch weiter verschärfen.

«Heute zeichnet sich eine weitere, explosive Entwicklung ab!», heisst es bei Meteo News. Seit Montag zieht eine Serie von Gewittern über die USA, die durch eine festhängende Wetterlage entsteht: Warme, feuchte Luft aus dem Golf von Mexiko trifft auf ein blockiertes Frontensystem und einen stark schlängelnden Jetstream.

Das führt zu teils extremen Wetterbedingungen. Allein am Montag wurden rund 15 mögliche Tornados gemeldet, vor allem in den Regionen Kansas sowie zwischen Omaha und Minneapolis.

Hagelkörner so gross wie Golfbälle

Zusätzlich kam es zu sehr grossem Hagel – etwa in Teilen von Wisconsin und Minnesota. Die Hagelkörner erreichten dabei teilweise die Grösse von Tischtennisbällen oder Golfbällen (rund 7 bis 9 Zentimeter Durchmesser) und verursachten entsprechend Schäden, so die Meteorologen. 

Dies sei jedoch erst der Auftakt gewesen. «Heute Dienstag ist das Unwetterrisiko in den USA noch höher und betrifft ein deutlich grösseres Gebiet», schreibt Meteo News. 

100 Millionen Amerikaner erhalten Wetterwarnung

Ausgelöst werden die Gewitter durch zwei Wetterfronten: Zum einen durch eine Warmfront, die von Iowa Richtung Wisconsin und Illinois zieht, und zum anderen durch eine sogenannte «Dryline» (dt. Trockenlinie), die sich von Kansas über Oklahoma bis nach Texas verlagert. Eine Dryline ist dabei eine scharfe Grenze zwischen sehr trockener und sehr feuchter Luft am Boden, die man vor allem an den Taupunkten erkennt. 

Treffen die beiden Luftmassen aufeinander, wird die feuchte Luft angehoben. Dadurch können sich schnell Gewitterzellen bilden, oft auch mit Hagel, Sturmböen oder sogar Tornados. 

Klar ist: Am Dienstag stehen rund 100 Millionen Amerikaner unter irgendeiner Art von Wetterwarnung – für rund 15 Millionen Personen gilt Warnstufe 3.

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