Schweizerin stirbt bei Unfall in Nicaragua
Nun schildert eine Überlebende ihre letzten Momente

Eine 20-jährige Schweizer Touristin ist Mitte Oktober in Nicaragua bei der Durchquerung eines Flusses ums Leben gekommen. Ihr Fahrzeug wurde nach heftigen Regenfällen von einer Sturzflut mitgerissen. Nun erzählt eine Überlebende von den schrecklichen Momenten.
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Der Pick-up wurde durch die Wassermassen mitgerissen.
Foto: Torre Informativa

Darum gehts

  • Eine 20-jährige Schweizerin starb in Nicaragua, als ihr Pick-up im Fluss mitgerissen wurde
  • Eine überlebende Französin schildert, dass eine Flutwelle den Wagen innert Sekunden erfasste
  • Der Pick-up wurde 300 Meter flussabwärts gefunden, im Innern lagen drei Tote, der Fahrer überlebte
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Janine EnderliRedaktorin News

Eine junge Schweizer Touristin (†20) ist Mitte Oktober in Nicaragua bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen. Ihr Fahrzeug wurde während der Durchquerung eines Flusses aufgrund der starken Strömung nach heftigen Regenfällen mitgerissen. Neben ihr ertranken eine Französin (†24) und eine Nicaraguanerin (†19). Der Fahrer konnte sich retten.

Nun hat eine weitere Französin, die den Unfall überlebt hat, zum ersten Mal geschildert, was damals geschehen ist. Sie sass zusammen mit den Todesopfern in dem Pick-up und hat jetzt in einem bewegenden Instagram-Post geschildert, wie sie die schrecklichen Momente erlebt hatte.

«Wusste nicht, wo ich war»

Die junge Frau mit dem Namen Marine beschreibt, dass die Gruppe auf dem Rückweg zum Hotel war, als ein überfluteter Fluss den Geländewagen stoppte. Der Fahrer, zugleich Hotelmanager, prüfte das Wasser, das ihm nur bis zur Wade reichte, und entschied, weiterzufahren. Doch plötzlich: «Die Fluten kamen von rechts, wie eine Welle», berichtet Marine. Innerhalb von Sekunden sei das Fahrzeug mitgerissen worden.

Vorne sassen der Fahrer und Marines kleiner Bruder. Die Fenster waren geöffnet. Hinten sassen die vier Frauen. Hier waren die Fenster geschlossen.

Pick-up kam 300 Meter weiter unten zum Stillstand

«Wir wurden mitgerissen, wir begannen unterzugehen», erzählt die junge Frau. Das Auto habe sich gedreht, es sei nur noch dunkel gewesen. «Ich versuchte, gegen die Scheibe zu klopfen, die Tür zu öffnen, aber es ging nicht. Nach ein paar Überschlägen wusste ich nicht mehr, wo ich war.»

Marine konnte sich schliesslich irgendwie aus dem Wagen befreien und sich an einem Baumstamm festklammern.

Der Pick-Up wurde schliesslich 300 Meter abwärts gefunden. Im Inneren fanden die Rettungskräfte die drei leblosen Körper. «Seitdem tauchen die Bilder immer und immer wieder in meinem Kopf auf», offenbart Marine.

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