Darum gehts
- 14-jährige Stella stirbt in gestohlenem Mazda bei Unfall bei Nidda
- 150 Menschen nahmen Abschied, Mutter war beste Freundin ihrer Tochter
- Über 21'000 Euro Spenden via GoFundMe für alleinerziehende Mutter gesammelt
Bei dem schlimmen Unfall in Nidda, einem kleinen deutschen Ort nahe Frankfurt am Main, verlor Stella (†14) am Mittwoch ihr Leben. Wie ihre Mutter Franziska nun gegenüber RTL erklärte, telefonierte sie noch kurz vor ihrem Tod mit ihrer Tochter. «Mama, hol mich bitte ab!», sagte Stella zu ihr – sofort machte sich die Mutter auf den Weg zur Schule.
Was Franziska nicht wusste: Stella war in der Zwischenzeit zu sieben anderen Jugendlichen in einen gestohlenen Mazda CX-5 gestiegen – ein Auto, das eigentlich nur Platz für fünf Personen bietet. Franziska suchte verzweifelt nach ihrem Kind. Sie ortete Stellas Handy und sah, dass sich der Standort nicht mehr bewegte. «Ich habe befürchtet, sie sei entführt worden», erinnert sich Franziska. Sie fuhr die Strecke ab – und stiess auf die Unfallstelle.
«Ich bin durch die Hölle gegangen»
Es bot sich ein Bild des Grauens. Ein völlig zerstörtes Auto, ein Grossaufgebot an Rettungskräften, ein Helikopter. Franziska wollte zu ihrer Tochter, doch die Einsatzkräfte hielten sie zurück. «Ich stand am Absperrband, man hat mich nicht durchgelassen, ich bin durch die Hölle gegangen», erzählt sie. Wenig später erfuhr sie die grausame Wahrheit: Ihre Tochter ist tot.
Der Horror-Crash ereignete sich auf einer Landstrasse bei Nidda im Bundesland Hessen. Der Wagen prallte frontal und ungebremst gegen einen Markierungsanhänger. Warum das Auto von der Spur abkam, ist noch unklar. Ein Sachverständiger untersucht nun den Hergang.
Mutter warnt vor Tiktok-Challenges
Die Wucht des Aufpralls war verheerend. Neben Stella verlor auch der 15-jährige Fahrer Nikita sein Leben. Sechs weitere Jugendliche sowie zwei Strassenarbeiter wurden verletzt.
Der Schmerz der Hinterbliebenen ist unermesslich. «Als Mutter von Stella-Sophie möchte ich einfach, dass meine Tochter nicht nur ‹das Opfer› oder ‹die 14-Jährige› genannt wird», schreibt Franziska. Stella sei ein «liebevolles, glückliches und toughes Mädchen» gewesen, das immer für ihre Freunde da war. «Wir waren nicht nur Mutter und Tochter, wir waren beste Freundinnen!»
In Nidda nahmen 150 Menschen Abschied von Stella und Nikita. Franziska appelliert nun an andere Jugendliche: «Denkt trotz aller Gruppendynamik zweimal nach, bevor ihr etwas tut oder irgendwo einsteigt.» Auch soll man nicht alle «Tiktok-Challenges nachahmen». Um die alleinerziehende Mutter zu unterstützen, sammelt eine Arbeitskollegin auf GoFundMe Spenden. Bereits über 21'000 Euro (knapp 20'000 Franken) konnten für Franziska gesammelt werden.