Darum gehts
- Nikita (†15) fuhr am Mittwoch in Nidda (D) überladenen Mazda in Lastwagen, zwei Tote
- Nikita hatte keine Fahrerfahrung, Familie startet Gofundme-Spendenkampagne
- Über 16'000 Franken am Freitag gesammelt
Nikita (†15) sass am Mittwoch am Steuer eines weissen Mazda CX-5. Mit in dem Wagen waren sieben weitere Jugendliche – obwohl das Auto nur fünf Sitze hatte.
Es kam zur Tragödie. Nikita steuerte den völlig überfüllten Wagen im hessischen Nidda (D) in eine Baustelle. Nikita und eine Insassin (†14) starben noch an der Unfallstelle, mehrere weitere Jugendliche und zwei Bauarbeiter wurden verletzt. Jetzt meldet sich die Familie des Unfallfahrers zu Wort.
«Unfassbar schwere Zeit»
Sie hat eine Gofundme-Spendenkampagne ins Leben gerufen. In dem dazu veröffentlichten Aufruf ist von einem «schrecklichen Unglück» die Rede. «Zurück bleiben Familien, Angehörige und Freunde, für die nichts mehr so sein wird wie zuvor», liest man weiter.
Die Familie wolle in diesen schweren Stunden nicht urteilen, nicht bewerten und keine Schuldfragen stellen. «Unsere Gedanken und unser tief empfundenes Mitgefühl gelten allen Menschen, die bei diesem Unfall ihr Leben verloren haben, und allen Familien, die nun um einen geliebten Menschen trauern», fasst die Cousine von Nikitas Mutter, die den Aufruf gestartet hat, zusammen.
Nikita hatte keine Fahrerfahrung
«Wir als Familie möchten unserer Cousine und ihren Angehörigen in dieser unfassbar schweren Zeit wenigstens einen kleinen Teil der Sorgen abnehmen», begründet sie die Kampagne. Am Freitag gegen 16 Uhr waren bereits mehr als 17'000 Euro (16'000 Franken) zusammengekommen.
Der Vater des Buben hatte sich am Donnerstag gegenüber RTL geäussert. Für ihn ist schleierhaft, warum der Teenie den Wagen genommen hat. Über Fahrerfahrung verfügte Nikita nicht.