Darum gehts
- Drei Fälle von Krim-Kongo-Fieber 2026 in Spanien registriert
- Sterblichkeit bei schwerem Verlauf beträgt etwa 40 Prozent
- Schweiz: Keine Fälle, Infektionsrisiko laut BAG sehr niedrig
Eigentlich tritt die Krankheit in Europa nur selten auf, aber in diesem Jahr wurden bereits drei Fälle des hämorrhagischen Krim-Kongo-Fiebers registriert. Bei dem Virus handelt es sich um eine Zoonose, das heisst, sie wird vom Tier zum Menschen übertragen. Hauptsächlich verantwortlich sind Zecken der Gattung Hyalomma. Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) im schwedischen Solna sieht darin eine «neu auftretende Bedrohung» für den Kontinent.
Während das Virus überwiegend in wärmeren Ländern in Asien oder Afrika auftritt, sind in diesem Jahr drei Fälle in Spanien registriert worden. In den Fällen wurde eine Übertragung durch einen Zeckenbiss festgestellt. Eine Person starb bisher an der Krankheit.
Die ersten Symptome ähneln anderen Infektionskrankheiten
Grundsätzlich kann das Virus auch durch engen Kontakt mit einer infizierten Person, deren Blut oder anderen Körperflüssigkeiten übertragen werden. Zu den ersten Symptomen gehören plötzlich auftretendes hohes Fieber, starke Kopfschmerzen, Schüttelfrost sowie Muskel- und Gelenkschmerzen. Auch Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall sind möglich. Bei einem schweren Verlauf kommt es zur Beeinträchtigung verschiedener Organe und zu Blutungen.
Experten sind vor allem über den potenziell schweren Verlauf der Infektion besorgt – die Sterblichkeitsrate liegt bei etwa 40 Prozent. Aus diesem Grund empfiehlt das ECDC, jeden einzelnen Fall in Europa zu erfassen. Auch wenn das Krim-Kongo-Fieber derzeit noch keine weit verbreitete Bedrohung darstellt, soll die Situation nun zunehmend überwacht werden. Insbesondere in Regionen, in denen Zecken vorkommen, die das Virus übertragen.
Laut dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) ist das Risiko einer Infektion mit dem Krim-Kongo-Fieber in der Schweiz aber glücklicherweise ausgesprochen niedrig – bisher wurde noch kein Fall festgestellt.
Dieser Artikel erschien zuerst auf fakt.pl. Das polnische Newsportal gehört wie Blick zu Ringier.