Über 5 Jahre nach ihrem Verschwinden
Ehemann gesteht Mord an Delphine Jubillar

Im Dezember 2020 verschwand die damals 33 Jahre alte Delphine Jubillar. Ihr damaliger Ehemann beteuerte seine Unschuld. Nun soll er gestanden haben. Er wurde bereits zu 30 Jahren Haft verurteilt.
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Delphine Jubillar verschwand vor mehr als fünf Jahren spurlos.
Foto: AFP
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Angela RosserJournalistin News

Der Ehemann der 2020 verschwundenen Krankenschwester Delphine Jubillar (†33) wurde im vergangenen Oktober zu 30 Haft verurteilt. Das Gericht in Albi sah es als erwiesen an, dass Cédric Jubillar seine Frau Delphine tötete und deren Leiche verschwinden liess.

Der Angeklagte beteuerte bis zuletzt seine Unschuld. «Ich habe ihr gar nichts getan», sagte er noch kurz vor der Urteilsverkündung über die Mutter seiner beiden Kinder. Nun soll er die Tat doch gestanden haben, wie «La Depeche» zuerst berichtete. «Er hat mir eine detaillierte schriftliche Erklärung gegeben, in der er seine Schuld eingesteht», sagte sein Anwalt Pierre Debuisson. Seine Berufungsverhandlung ist für September angesetzt.

Mann meldete Opfer als vermisst

Die seit Dezember 2020 verschwundene Krankenschwester Delphine Jubillar hatte ihrem Mann kurz zuvor mitgeteilt, dass sie sich scheiden lassen wolle. Sie war bereits eine neue Beziehung eingegangen. Die Staatsanwaltschaft warf dem Angeklagten vor, es nicht ertragen zu haben, von seiner Frau verlassen zu werden.

Als die damals 33-Jährige verschwand, meldete sich der Mann selber bei der Polizei. Er erklärte damals, dass sie sich in einem einvernehmlichen Scheidungsverfahren befänden.

Geständnis als «Scherz» abgetan

Weiter hatte vor Gericht eingeräumt, dass er bis zu 15 Joints am Tag rauchte und seinen Cannabis-Konsum durch Gelegenheitsjobs finanzierte. Er beteuerte während des Prozesses immer wieder seine Unschuld, antwortete aber oft unklar oder ausweichend. Am Ende des Prozesses blieben viele Fragen offen.

Seit 2021 sitzt Cédric Jubillar in Untersuchungshaft. Er wurde in einem vier Wochen andauernden Prozess zu 30 Jahren Haft verurteilt. Zwei Ex-Freundinnen des Angeklagten hatten ausgesagt, dass dieser zugegeben habe, seine Frau getötet zu haben. Jubillar sagte dazu, er habe sich nur im Scherz geäussert.

Streit und Handgreiflichkeiten

Der Prozess hatte grosses Aufsehen in Frankreich erregt. In Online-Netzwerken hatten sich Gruppen mit mehreren Tausend Mitgliedern gebildet, die über mögliche Lösungen des Falls diskutierten. Die Ermittler hatten ausgeschlossen, dass Delphine Jubillar Suizid begangen haben könnte.

Es wurden jedoch keine Spuren eines Gewaltverbrechens gefunden, lediglich die zerbrochene Brille der jungen Frau. Der damals sechs Jahre alte Sohn sagte aus, dass er gesehen habe, wie seine Eltern kurz vor dem Verschwinden seiner Mutter stritten und dabei handgreiflich wurden.

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