Darum gehts
- In Shanghai brach ein U-Bahn-Tunnel ein und verursachte ein grosses Loch in der Strasse
- Ein Wasserrohrbruch führte zu Bodenerosion und dem Einsturz
- Niemand wurde verletzt
In Chinas Finanzmetropole Shanghai ist ein im Bau befindlicher U-Bahn-Tunnel in sich zusammengebrochen. Der Einsturz riss ein grosses Loch in die darüberliegende Strassenkreuzung im Südwesten der Stadt, wie auf Videos in Chinas sozialen Medien zu sehen war. Sie zeigten auch Arbeiter, die flohen, als das Loch immer grösser wurde.
Bei dem Einsturz am Donnerstag kam nach bisherigen Erkenntnissen niemand zu Schaden. Medienberichten zufolge wurden Wohnungen und Büros im Umkreis des betroffenen Baustellenabschnitts evakuiert.
Bodenerosion als Ursache genannt
Probleme an der Baustelle hatte es bereits am Mittwoch gegeben. Wie die zuständige Baufirma knapp mitteilte, trat zwischen den geplanten Stationen Qixin Lu und Xinjian Lu Wasser aus. Vor Ort sei ein Notfallprotokoll in Gang gesetzt und versucht worden, das Leck zu reparieren, hiess es weiter. Wenige Stunden später teilte die Stadtteil-Regierung mit, in der betroffenen Gegend Strassen für den Verkehr zum Teil gesperrt zu haben.
Das chinesische Wirtschaftsmagazin «Caixin» zitierte einen Experten, der vermutete, dass ein Bruch in einer nahe gelegenen Wasserleitung das Fundament unterspült und die folgende Bodenerosion zu dem Einsturz geführt haben könnte.
Betroffen war die im Bau befindliche Jiamin-Linie, die im Westen Shanghais die Randbezirke im Norden und Süden verbinden soll. Die Eröffnung wird nach mehr als sechs Jahren geplanter Bauzeit und Investitionen von 37,1 Milliarden Yuan (derzeit etwa 4,1 Milliarden Franken) für Ende 2028 erwartet.