Trump startet Militärallianz
Neue Koalition für Krieg gegen Drogenkartelle angekündigt

Donald Trump hat in Florida eine neue Militärkoalition gegen Drogenkartelle angekündigt. Zwölf Länder Lateinamerikas und der Karibik schliessen sich an. Brasilien, Mexiko und Kolumbien bleiben fern – ihre Regierungen lehnen militärische Interventionen ab.
Kommentieren
1/5
US-Präsident Donald Trump verkündete am Samstag eine neue Militärallianz zum Kampf gegen Drogenkartelle.
Foto: AP

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Donald Trump kündigt in Florida Militärkoalition gegen Drogenkartelle an
  • Zwölf Länder Lateinamerikas und der Karibik schliessen sich der Initiative an
  • Fehlende Unterstützung grosser Staaten wie Brasilien, Mexiko und Kolumbien
War diese Zusammenfassung hilfreich?
Externe Inhalte
Möchtest du diesen ergänzenden Inhalt (Tweet, Instagram etc.) sehen? Falls du damit einverstanden bist, dass Cookies gesetzt und dadurch Daten an externe Anbieter übermittelt werden, kannst du alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen lassen.
KEYSTONE-SDA_Quadrat_pos.jpg
Keystone-SDADie Schweizer Nachrichtenagentur

US-Präsident Donald Trump (79) hat bei einem Treffen mit zahlreichen Regierungschefs aus Lateinamerika und der Karibik eine neue «Militärkoalition zur Ausrottung der kriminellen Kartelle» angekündigt. Kern der Vereinbarung sei der Wille, «tödliche militärische Gewalt einzusetzen, um die finsteren Kartelle und terroristischen Netzwerke zerstören», sagte Trump in Doral im US-Bundesstaat Florida. Vertreter von mehr als einem Dutzend Staaten hätten sich «Amerikas Koalition gegen Kartelle» angeschlossen.

«So wie wir eine Koalition gebildet haben, um (die Terrorgruppe Islamischer Staat) IS im Nahen Osten zu vernichten, müssen wir jetzt dasselbe tun, um die Kartelle zu Hause zu vernichten», betonte er. Trumps Regierung hatte bereits in ihrer nationalen Sicherheits- und Verteidigungsstrategie hervorgehoben, die eigenen Interessen in der westlichen Hemisphäre priorisieren zu wollen. Damit ist meist der Doppelkontinent Amerika samt umliegender Inseln gemeint. Trump bekräftigte zuletzt mehrfach den Anspruch seines Landes auf die Vorherrschaft auf dem Doppelkontinent.

Mexiko lehnt US-Militäreinsatz ab

Gleichzeitig fällt Trump immer wieder mit Kritik an etablierten internationalen Organisationen auf – und mit der Gründung neuer Initiativen wie seinem umstrittenen Friedensrat. An dem «Schild Amerikas» getauften Treffen in Florida nahmen nun Vertreter von zwölf Ländern in Lateinamerika und der Karibik teil, die Trump nahestehen. Unter den Gästen befanden sich etwa der ultraliberale argentinische Präsident Javier Milei (55) und der Präsident von El Salvador Nayib Bukele (44). Nicht vertreten waren dagegen die bevölkerungsreichsten Länder der Region, Brasilien, Mexiko und Kolumbien, die linksgerichtete Regierungen haben.

Vor allem die mexikanischen Drogenkartelle sind für die Einfuhr von Drogen in die USA verantwortlich, aber Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum (63) hat einen direkten Einsatz des US-Militärs in ihrem Land im Kampf gegen die Drogenkriminalität ausgeschlossen. «Die Kartelle regieren Mexiko, wir können sie nicht dulden», sagte Trump.

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen