Darum gehts
- Israel greift am Sonntag Ziele der Hisbollah in Beirut an
- Drei Hisbollah-Drohnen explodierten zuvor auf israelischem Gebiet
- IDF meldet präzise Angriffe auf Hisbollah-Infrastruktur in Dahiyeh
Die israelische Luftwaffe hat am Sonntagmittag Ziele in den südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen. Das bestätigten der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu (76) und sein Verteidigungsminister Israel Katz (70).
«Die israelischen Streitkräfte haben soeben als Reaktion auf den Beschuss israelischen Territoriums durch die Hisbollah Ziele der Hisbollah im Beiruter Stadtteil Dahiyeh angegriffen», heisst es in einer gemeinsamen Erklärung. Am Sonntagmorgen waren drei Hisbollah-Drohnen auf israelischem Gebiet explodiert.
Israel werde es nicht dulden, dass sein Territorium beschossen wird, betonten Netanyahu und Katz. Die israelischen Streitkräfte (IDF) gaben in einer eigenen Erklärung bekannt, dass sie «präzise» Angriffe auf die Infrastruktur der Hisbollah im Süden Beiruts durchgeführt hätten. Die israelische Luftwaffe vermeldete auf der Plattform X, sie habe das Hauptquartier der Terrororganisation angegriffen. Nach Angaben der libanesischen National News Agency (NNA) wurde bei den Angriffen eine Person getötet und vier weitere verletzt.
Trump reagiert sauer
US-Präsident Donald Trump reagierte am Sonntagnachmittag auf den Angriff und kritisierte Israel scharf: «Der Angriff auf Beirut heute Morgen hätte nicht stattfinden dürfen, insbesondere an einem so besonderen Tag, an dem wir einem Friedensabkommen mit dem Iran so nahe sind. Israel hat das Recht, sich gegen Bedrohungen zu verteidigen, doch der Angriff, auf den es reagierte, war sehr geringfügig und unbedeutend», schreibt Trump auf seiner Plattform Truth Social. «Wir stehen kurz vor einem Abkommen, das der Region, einschliesslich des Libanon, Frieden bringen wird, und alle Seiten sollten sich zurückhalten. Es sollte keine weiteren Angriffe Israels mehr irgendwo im Libanon geben, aber es sollte auch keine weiteren Angriffe von irgendeiner anderen Seite, einschliesslich der Hisbollah, gegen Israel geben. Dies könnte der Beginn eines langen und schönen Friedens sein – lasst es uns nicht vermasseln», so Trump.
In den vergangenen Wochen führten Trump und Netanyahu immer wieder hitzige Gespräche über ihre Iran-Politik. Dabei kam es regelmässig zu heftigen Wortgefechten.