Trotz geplantem Frieden
Iran versiegelt und vermint seine Uranlager

Der Iran und die USA stehen kurz vor einem historischen Friedensabkommen. Doch Teherans verminte Uran-Lager und gesperrte Tunnelsysteme könnten die Entwaffnung der Islamischen Republik gefährlich und kompliziert machen.
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Teherans verminte Uran-Lager und gesperrte Tunnelsysteme könnten die Entwaffnung der Islamischen Republik gefährlich und kompliziert machen.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • USA und Iran stehen kurz vor Friedensabkommen, Streitpunkte fast gelöst
  • Iranische Uran-Lager mit Minen und Einstürzen schwer zugänglich gemacht
  • Etwa 500 Tonnen hochangereichertes Uran könnten betroffen sein, Bergung riskant
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Mattia JutzelerRedaktor News

Ein Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran scheint zum Greifen nah zu sein. Am Freitag äussern sich Stimmen von beiden Seiten so zuversichtlich wie noch nie zu einem Ende der Kämpfe. Auch die letzten Streitpunkte zwischen den Kriegsparteien scheinen endlich geklärt zu sein.

Zu diesen Streitpunkten gehört insbesondere die Zukunft des iranischen Atomprogramms. US-Präsident Donald Trump (79) beharrte in den Friedensverhandlungen stets darauf, dass die Mullahs ihre nuklearen Ambitionen begraben sollen. Wie mehrere US-Medien nun berichten, soll das Abkommen Bestimmungen zum Abbau des iranischen Atomprogramms enthalten.

Wie diese Bestimmungen aussehen sollen, ist offiziell noch unklar. Es könnte für die USA aber schwierig werden, überhaupt an die iranischen Uran-Vorräte heranzukommen. Die Islamische Republik arbeitet nämlich seit Wochen daran, ihre Lager abzuriegeln.

Eingänge zu Lager vermint

Fünf Quellen aus den US-Geheimdiensten berichten CNN, dass der Iran in letzter Zeit beispielsweise Minen vor den Eingängen zu seinen Uran-Lagern platziert oder absichtlich die Tunnelsysteme in den Komplexen zum Einsturz bringt. Das würde die Beschaffung der rund 500 Tonnen hochangereicherten Urans massiv erschweren. 

Mutmasslich verpflichtet das geplante Friedensabkommen den Iran nämlich dazu, sein Uran den USA zu übergeben. Dieses würde vor Ort vernichtet und anschliessend ausser Landes gebracht, so eine weitere Quelle zu CNN.

«Uran unwiederbringlich verloren»

Unter den neuen Bedingungen in den Lagern wäre die Bergung des angereicherten Materials nun aber äusserst schwierig und gefährlich. Sie würde schweres Aushubgerät und Minenräumungsarbeiten erfordern, was riskant und zeitaufwendig ist.

Die Abriegelung der Uran-Lager könnte dem Iran auch die Möglichkeit bieten, seine Bemühungen um die Einhaltung der Vorschriften zu verschleiern. «Ich befürchte, die Islamische Republik könnte behaupten, ein Teil des hochangereicherten Urans sei unwiederbringlich verloren.» So Scott Roecker, Spezialist für die Entfernung nuklearen Materials, zu CNN. 

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