«Tatort»-Star Jan Josef Liefers wollte Narzissmus-Krise bekämpfen
«Alles löst sich auf»

«Tatort»-Star Jan Josef Liefers hat eine neue Perspektive auf sein Leben gefunden. Während einer medizinisch überwachten Therapie mit der Substanz Ketamin erlebte er einen dreistündigen Trip, der ihn tief in sein eigenes Wesen blicken liess.
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Jan Josef Liefers hat eine Ketamin-Therapie gemacht.
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Jan Josef Liefers beschreibt Ketamin-Therapie als Reise zur eigenen Seele
  • Therapie unter strenger medizinischer Aufsicht wegen Suchtgefahr und Risiken nötig
  • Ketamin hilft bei Schmerzen, Angst und Zwang – verschreibungspflichtig in der Schweiz
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Janine EnderliRedaktorin News

Ein Medikament als Reise in die eigene Seele – so beschreibt «Tatort»-Star Jan Josef Liefers (61) seine Erfahrung mit Ketamin. Im Podcast «Hotel Matze» schildert der Deutsche, wie er während einer Therapie-Session mit der Substanz eine völlig neue Perspektive auf sein Leben gewann.

«Du bist bei Bewusstsein, aber dein Körper verschwindet. Das löst sich alles auf. Du bist weg, aber noch da. Etwas ist noch da, man könnte sagen, vielleicht dein Wesen, deine Essenz, der Kern vom Kern deiner Existenz», schildert Liefers seine Erfahrung. Der Schauspieler wollte schon lange wissen, was mit ihm los ist. 

Er wurde zum «Supernarzissten»

Seine Frau, die Schauspielerin Anna Loos (55), und seine Freunde warfen ihm vor, während den «Tatort»-Dreharbeiten, zu einer Art «Supernarzissten» zu werden. In den «Tatort»-Folgen aus Münster spielt Liefers jeweils Rechtsmediziner Prof. Dr. Karl-Friedrich Boerne – eine Figur, die arrogant auftritt und immer das letzte Wort haben muss. 

Der Schauspieler wurde während des dreistündigen Trips medizinisch überwacht – ein wichtiger Faktor, denn Ketamin birgt hohe Risiken.

Wofür wird Ketamin eingesetzt?

Die Substanz wurde ursprünglich als Narkosemittel entwickelt, hat in den letzten Jahren in der Therapie an Bedeutung gewonnen. In der Notfallmedizin wird es seit Jahrzehnten als Anästetikum und starkes Schmerzmittel eingesetzt, doch bei niedrigerer Dosierung berichten viele Patientinnen und Patienten von Effekten wie rasche Stimmungsaufhellung, Klarheit und Distanz zu belastenden Gedanken. Dadurch entwickelte sich ein neues Therapie-Feld. 

Zum Einsatz kommt die Ketamin-Therapie bei folgenden Krankheitsbildern:

  • Chronischen Schmerzen (z.B. bei Fibromyalgie)
  • Zwangsstörungen
  • Suchterkrankungen
  • Angststörungen
  • Migräne

In Deutschland – und auch in der Schweiz – ist Ketamin verschreibungspflichtig und darf nur unter strenger medizinischer Aufsicht verabreicht werden. Zudem muss so eine Therapie unter strenger Überwachung und durch eine Psychotherapie begleitet werden. Ansonsten droht eine Abhängigkeit. 

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