Studierende gehen landesweit auf die Strasse
34 Tote und 1200 Festnahmen bei Protesten im Iran

Die Justiz der Islamischen Republik geht im Zuge der landesweiten Demonstrationen hart vor. Mindestens 29 Menschen sind ums Leben gekommen, mehr als 1200 Menschen wurden festgenommen.
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Bei Protesten im Iran sollen mindestens 29 Menschen ums Leben gekommen sein.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

  • Im Iran starben mindestens 34 Menschen bei Protesten gegen die Regierung
  • Proteste erreichten Teheran und Maschhad trotz Gewalt durch Sicherheitskräfte
  • Über 1200 Festnahmen und Kundgebungen in mindestens 88 Städten gemeldet
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Keystone-SDADie Schweizer Nachrichtenagentur

Bei den anhaltenden Protesten im Iran sind nach Angaben von Aktivisten inzwischen mindestens 34 Menschen ums Leben gekommen, darunter vier Kinder. Im Zuge der landesweiten Demonstrationen gegen die autoritäre Staatsführung seien zudem mehr als 1200 Menschen festgenommen worden, berichtete das in den USA ansässige Menschenrechtsnetzwerk Hrana. Unter den Toten sollen sich auch zwei Angehörige der Sicherheitskräfte befinden.

Den Aktivisten zufolge gab es in den vergangenen Tagen in mindestens 88 Städten Protestkundgebungen. Demonstrationen wurden demnach landesweit aus 27 der 31 Provinzen gemeldet. Nachdem Sicherheitskräfte vor allem in ländlichen Gebieten gewaltsam dagegen vorgegangen waren, erreichten die Demonstrationen erneut auch Metropolen wie Teheran und Maschhad.

Studierende haben sich den Protesten angeschlossen

Auslöser der Proteste war vor mehr als einer Woche ein Schock am iranischen Devisenmarkt, der in Teheran wütende Händler spontan auf die Strasse trieb. Die Demonstrationen schlugen jedoch rasch in politischen Protest um, der – wie in der Vergangenheit mit Härte von der Staatsmacht verfolgt wird. Am Montag kündigte die Justiz der Islamischen Republik an, ohne Nachsicht vorzugehen.

Laut Hrana haben sich Studierende den Protesten an landesweit mindestens 17 Universitäten angeschlossen. An der Hochschule in Birdschand, Hauptstadt der Provinz Süd-Chorasan, gab es am Montagabend gewaltsame Festnahmen auf dem Campus, wie die bekannte Hochschulzeitung «Amirkabir» berichtete.

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