Studentin tauscht in Pennsylvania Campus gegen abgelegene Hütte – das Fazit fällt gemischt aus
Wald statt WG – so ist es wirklich

Was kommt einem in den Sinn, wenn man an das College in den USA denkt? Vermutlich Partys bis in die Morgenstunden. Für eine Studentin begann das Studium im US-Bundesstaat Pennsylvania stattdessen mit Holz hacken, Kanufahren und völliger Stille mitten im Wald.
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Lohnt es sich, die Unterkunft auf dem Universitätscampus gegen eine abgelegene Hütte im Wald zu tauschen? (Symbolbild)
Foto: FeWo

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Eine Studentin lebte zwei Jahre in der Waldhütte ihrer Grosseltern
  • Minus 15 Grad, Schneestürme und Tiere im Haus erschwerten das Leben
  • 40 Minuten täglicher Fussweg zur Uni, oft im Schnee und bei Kälte
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Gina Grace ZurbrüggRedaktorin News

Raus aus dem Campusleben, rein in die Ruhe. Das dachte sich eine Studentin im US-Bundesstaat Pennsylvania.

Die Hütte ihrer Grosseltern lag rund eine Autostunde von der Universität entfernt, mitten im Wald. Keine Ablenkung, keine überfüllten Hörsäle, einfach lernen, leben, durchatmen. Zumindest in der Theorie. In der Praxis merkte die junge Frau sehr schnell, dass Ruhe nicht automatisch Leichtigkeit bedeutet.

Sie hatte sich immer als eher zurückgezogen beschrieben. Aber tagelang niemanden zu sehen, ist dann doch etwas anderes. Trotz 40’000 Studentinnen und Studenten auf dem Campus fühlte sich ihr Alltag oft völlig losgelöst an. Telefonate mit Familie und Freunden halfen, doch sie konnten die kleinen, beiläufigen Begegnungen mit Menschen nicht ersetzen. Erst als sie im Studium ein paar neue Freunde fand, wurde ihr klar, wie wichtig solche Kontakte im Alltag sind.

So romantisch ist es nicht

Und dann ist da noch die Sache mit der Hütte selbst. Holz, Natur, Stille von aussen idyllisch. Doch Holzhütten speichern Wärme schlecht und irgendetwas musste immer repariert werden, die Natur macht keine Pause. Tiere nagten, krochen und fanden ihren Weg fast immer ins Haus.

Richtig ernst wurde es im Winter. Temperaturen bis minus 15 Grad waren keine Ausnahme. Täglich lief sie etwa 40 Minuten vom Parkplatz zu ihren Universitätsvorlesungen, oft im Schnee und in der Kälte. Einmal sass sie sogar eine ganze Woche fest, weil sie eingeschneit war und mit dem Auto nicht mehr aus der Einfahrt kam.

Allein war sie eigentlich nie. Draussen sowieso nicht, ständig waren Rehe, Füchse, Eichhörnchen, Truthähne oder Kaninchen in der Nähe. Gleithörnchen und Mäuse tauchten regelmässig im Haus auf, einmal sogar ein Hörnchen im Kleiderschrank, während sie am Schreibtisch lernte.

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Allein sein hat Grenzen

Am schwierigsten waren oft die Nächte. Diese absolute Stille, die Dunkelheit und das Gefühl, dass wirklich niemand da ist. Sie schlief mit dem Handy neben sich, ging im Kopf alle möglichen Szenarien durch und überlegte sich Fluchtwege, falls jemand in die Hütte eindringen würde.

Im Sommer dagegen fühlte sich vieles leichter an. Kanu fahren, joggen, mit dem Velo unterwegs sein, dazu die weite Landschaft und diese Ruhe. Genau das, was sie ursprünglich gesucht hatte.

Am Ende blieb kein Frust, sondern vor allem Klarheit. Die zwei Jahre waren für sie genug. Dieses Leben hat seinen Reiz, aber auf Dauer passte es nicht. Die Hütte ist für sie heute ein besonderer Ort, nur eben keiner für jeden Tag.

Dieser Artikel erschien zuerst auf blic.rs. Das serbische Newsportal gehört wie Blick zu Ringier. 

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