Darum gehts
- Russisches Kriegsschiff feuert Warnschüsse auf britische Yacht im Ärmelkanal
- Russische Fregatte Admiral Grigorovich schoss aus 500 Metern Entfernung
- Zwischenfall ereignete sich am 16. Juni 2026 südlich der Isle of Wight
Es knallt wieder im Ärmelkanal zwischen Grossbritannien und Frankreich. Wie britische Medien übereinstimmend berichten, haben Matrosen eines russischen Kriegsschiffs am Dienstag einen Warnschuss auf eine Yacht abgegeben. Das britische Verteidigungsministerium bestätigt gegenüber «Sky News», dass aktuell eine Untersuchung im Ärmelkanal läuft.
Der Zwischenfall soll sich am Dienstagmittag gegen 11.40 Uhr ereignet haben. Geschossen haben soll die russische Fregatte Admiral Grigorovich. Die in Grossbritannien registrierte Yacht meldete dem Verteidigungsministerium, dass das russische Schiff aus einer Entfernung von etwa 500 Metern, ungefähr 20 Seemeilen südlich der Isle of Wight, Warnschüsse abgefeuert habe.
Auch das russische Verteidigungsministerium bestätigt den Vorfall. Das Kriegsschiff habe «präventiv» geschossen, nachdem die Matrosen mehrfach versucht hätten, Kontakt zur Yacht aufzunehmen. Die Yacht habe sich ausserdem auf einem «gefährlichen» Kurs auf das Kriegsschiff zubewegt.
Zweiter Vorfall in zwei Tagen
Wenn die Angaben stimmen, fand der Zwischenfall ausserhalb britischer Hoheitsgewässer statt. Momentan liegen keine Berichte über Verletzungen oder Schäden an der Yacht vor. Die Behörden würden ausserdem davon ausgehen, dass es sich bei der Sichtung der Berichte um einen Einzelfall handelt.
Es ist ein weiteres Zeichen der steigenden Spannungen zwischen Grossbritannien und Russland. Am frühen Sonntagmorgen haben britische Streitkräfte bereits einen Öltanker der russischen Schattenflotte abgefangen. Eine Sicherheitsexpertin vermutet gegenüber «Sky News», dass die beiden Vorfälle in Verbindung stehen. Das Verteidigungsministerium stellt bisher jedoch keinen Zusammenhang zwischen den zwei Ereignissen her.
Der beschlagnahmte Öltanker hatte versucht, den Ärmelkanal zu durchqueren. Die BBC berichtete, die Operation habe sechs Stunden gedauert. Die Einsatzkräfte hätten das Schiff dabei geentert. Der Tanker wird vor der Südküste Englands festgehalten und überwacht, während die Untersuchungen andauern, wie das britische Verteidigungsministerium in einer Erklärung mitteilte.