Sohn packt über Knast-Bedingungen aus
Maduro soll Zelle mit 18 Häftlingen teilen

Nach der Festnahme durch US-Truppen sitzt Venezuelas Ex-Präsident Nicolás Maduro nach Angaben seines Sohns in einem überfüllten New Yorker Gefängnis. Sein Sohn behauptet, Maduro teile sich die Zelle mit 18 Häftlingen und spricht von einem «politischen Prozess».
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Der in den USA inhaftierte venezolanische Ex-Präsident Nicolás Maduro soll sich laut seinem Sohn eine Zelle mit 18 Häftlingen teilen.
Foto: imago/MediaPunch

Darum gehts

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  • Ex-Präsident Venezuelas Nicolás Maduro teilt in New York angeblich Gefängniszelle mit 18 Häftlingen
  • Unter Zellengenossen befand sich zeitweise US-Rapper Tekashi 6ix9ine, so sein Sohn
  • Sohn spricht von einem «politischen Prozess»
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Sandra MarschnerRedaktorin News-Desk

Der Ex-Präsident Venezuelas Nicolás Maduro (63) soll sich nach Angaben seines Sohnes in New York eine Gefängniszelle mit 18 anderen Häftlingen teilen. Im Interview mit dem «Spiegel» hat Nicolás Maduro Guerra (35) – Maduros einziger Sohn – nun über die Haft seines Vaters ausgepackt. 

Im Januar war Maduro zusammen mit seiner Ehefrau Cilia Flores (69) von US-Truppen in Caracas verhaftet und in die USA ausgeflogen worden. Maduro und Flores wird vorgeworfen, an der Spitze eines Drogenkartells gestanden zu haben. Nicolás Maduro Guerra enthüllte gegenüber dem «Spiegel», dass unter den Zellengenossen seines Vaters zeitweise der US-Musiker Tekashi 6ix9ine (30) gewesen sei. Der Rapper sass wegen Verstosses gegen Bewährungsauflagen ein.

«Das alles ist ein politischer Prozess»

In einem Podcast sagte der Rapper kürzlich, Maduro lese viel in der Bibel. Das bestätigte auch sein Sohn: «Ja, mehr als je zuvor.» Sein Vater lerne immer wieder Bibelverse auswendig. Auch die venezolanische Verfassung habe er ihm bereits ins Gefängnis geschickt. Und auch die Kunst- und Literaturbücher, mit denen sich Maduros Enkelin im Studium auseinandersetzt, studiere sein Vater im Gefängnis. «Mein Vater sagte: Schick mir, was sie gerade liest. Also habe ich ihm Shakespeare besorgt, Hamlet, und die Orestie von Aischylos», sagte Maduro Guerra. Seine sieben Kinder fragten oft nach ihrem Grossvater, erzählte er weiter. «Sie zeichnen Bilder, die wir ihm nach New York schicken.»

Die Anklage wirft Ex-Präsident Maduro vor, sein Amt missbraucht zu haben, um den Schmuggel von Tonnen Kokain in die USA zu ermöglichen. «Meine Familie hat mit Drogen oder Terroristen nichts zu tun. Das alles ist ein politischer Prozess. Venezuela ist ein Öl-, kein Narcostaat.», verteidigte ihn sein Sohn nun gegenüber dem «Spiegel». Der überraschende Militäreinsatz am 3. Januar habe die Familie unvorbereitet getroffen, betonte er. «Wir haben nicht damit gerechnet, dass sie Caracas angreifen würden», sagte Nicolás Maduro Guerra. Er räumte jedoch ein, dass Venezuela seine eigenen Verteidigungsfähigkeiten überschätzt habe.

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