Darum gehts
- 73-jährige Patientin zündet Zigarette an, Explosion im Grazer Spital am Mittwoch
- Rauchen trotz Sauerstoff-Brille führte zu Brandverletzungen und erheblicher Gefahr
- Patientin wurde mit Verbrennungen in ein anderes Spital verlegt
Die nächtliche Stille im Spital der Barmherzigen Brüder in Graz (Ö) wurde in der Nacht auf Mittwoch von einem lauten Knall unterbrochen. Gegen 2:30 Uhr zündete sich eine Patientin (73) eine Zigarette an – während sie eine Sauerstoffbrille trug. Das Ergebnis: Eine laute Explosion und Brandverletzungen für die Patientin.
«Durch das Ereignis bestand nicht nur eine erhebliche Gefahr für die Frau selbst, sondern auch für andere Patientinnen und Patienten sowie für das Personal», erklärt Christian Walch, der stellvertretende ärztliche Leiter des Spitals, in der «Kronen-Zeitung». «Leider kommt es in Österreich immer wieder zu gefährlichen Zwischenfällen, weil Patienten trotz ausdrücklichen Rauchverbots in ihren Zimmern rauchen. Ich habe kein Verständnis dafür.»
Brand aufs Zimmer beschränkt
Der durch die Zigarette entstandene Brand breitete sich nicht weiter aus und beschränkte sich auf das betroffene Zimmer der Patientin. Diese wurde zur Behandlung ihrer Verbrennungen in ein anderes Spital verlegt.
Deutlich weniger glimpflich endete ein ähnlicher Vorfall in Österreich im Mai 2023. Bei einem Brand im Spital Mödling starben damals drei Patienten. Auslöser war ebenfalls eine Zigarette, die sich einer der Verstorbenen angezündet hatte, wie unter anderem ORF berichtete.
Die Opfer waren zwischen 75 und 81 Jahre alt und belegten alle das Spitalzimmer, in dem der Brand ausbrach. «Eine offene Flamme oder eine Zündung durch heisse, nachglühende Teilchen, wie bei einer Zigarette, könnte als mögliche Zündquelle den Glimmbrand entfacht haben», hiess es seitens der Ermittler.