Auch Schweizer Seiten betroffen
Sicherheitslücke löst Millionen Cyber-Angriffe aus

Eine massive Sicherheitslücke in PHP hat bereits Millionen Angriffe ausgelöst. Auch in der Schweiz nahmen Anbieter Websites vorsorglich offline.
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Auch in der Romandie sind zahlreiche Webseiten betroffen.
Foto: AFP
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Janine EnderliRedaktorin News

Die massive Sicherheitslücke in der weltweit genutzten Programmiersprache PHP hat bereits «Millionen» von Angriffen ausgelöst. Laut dem CEO von Cloudflare, Matthew Prince, wurden allein in den ersten zwei Stunden nach Bekanntwerden des Problems Hunderttausende von Angriffen registriert – mittlerweile seien es Millionen.

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PHP wird von fast 70 Prozent aller Websites genutzt, darunter Plattformen wie WordPress und Magento. Die Entwickler von PHP haben umgehend Updates veröffentlicht, um zwei schwerwiegende Sicherheitslücken zu schliessen, und fordern alle Nutzer dringend dazu auf, ihre Systeme zu aktualisieren.

Der Sicherheitsforscher Alp Toker von der unabhängigen Beobachtungsstelle NetBlocks bezeichnete die Schwachstelle gegenüber Sky News als «hochgradig gefährlich». Er warnte, dass sie es Angreifern ermögliche, auf Webserver zuzugreifen, die PHP nutzen.

KI als Gefahr?

Besonders brisant: Künstliche Intelligenz könne solche Angriffe künftig noch einfacher reproduzieren. Weltweit haben Regierungen und Unternehmen reagiert. In Europa nahmen zahlreiche staatliche und private Organisationen ihre Websites als Vorsichtsmassnahme offline, darunter Regierungsseiten in Finnland, Belgien und Deutschland.

Auch in der Schweiz haben mehrere Anbieter ihre Portale vorsorglich abgeschaltet. So waren zum Beispiel die Websites der Universität Genf und jene der EPFL Lausanne am Mittwochabend nicht aufrufbar. Auch verschiedene Hosting-Anbieter haben ihre Webseiten abgeschaltet. Einige sind auch am Donnerstagmorgen noch nicht erreichbar.

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