Schüsse auf Golfplatz
Trump-Attentäter muss lebenslänglich in den Knast

2024 hatte Ryan Routh (59) auf einem Golfplatz das Feuer auf den Präsidenten eröffnet. Nun hat ihn eine Richterin in den USA zu lebenslanger Haft verurteilt.
Kommentieren
1/6
Der Secret Service hatte an Trumps Golfplatz in West Palm Beach auf einen bewaffneten Mann geschossen, der sich in den Büschen versteckt hatte.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

  • 59-Jähriger für versuchtes Trump-Attentat 2024 in Florida verurteilt
  • Er versteckte sich bewaffnet am Golfplatz, wurde festgenommen
  • Lebenslange Haft plus sieben Jahre für Waffendelikt verhängt
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.

Wegen des versuchten Attentats auf Donald Trump ist ein 59-Jähriger Medienberichten zufolge zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Richterin Aileen M. Cannon verhängte gegen Ryan Routh zudem für einen weiteren Anklagepunkt, ein Waffendelikt, weitere sieben Jahre Haft, wie die US-Sender ABC News und NBC News berichteten. Bereits zuvor hatte ihn eine Jury schuldig gesprochen.

Der Mann war 2024 in Florida festgenommen worden, weil er ein Attentat auf den damaligen republikanischen Präsidentschaftskandidaten Trump, der heute US-Präsident ist, vorbereitet haben soll.

Der Secret Service hatte an Trumps Golfplatz in West Palm Beach auf einen bewaffneten Mann geschossen, der sich in den Büschen versteckt hatte. Dieser selbst feuerte keine Kugel ab – stattdessen floh er, wurde wenig später aber festgenommen und schliesslich angeklagt. Er bestritt die Taten und vertrat sich selbst vor Gericht.

Trump am rechten Ohr verletzt

Im selben Jahr hatte ein Schütze bei einer Wahlkampfveranstaltung in Butler im Bundesstaat Pennsylvania von einem nahe gelegenen Dach auf Trump geschossen und ihn am rechten Ohr verletzt. Ein Besucher kam ums Leben, zwei weitere wurden verletzt. Der Täter wurde von Sicherheitskräften getötet. Das Bild von Trump, der blutend die Faust in die Höhe reckt, ging um die Welt. 

Ermittlungen zeigten: Der Secret Service hatte es versäumt, wichtige Informationen über eine verdächtige Person und die Bedrohungslage mit Trumps Leibwächtern zu teilen, hiess es in einem Abschlussbericht eines Ausschusses im US-Senat. «Bei der Planung und Durchführung der Butler-Veranstaltung am 13. Juli gab es mehrere inakzeptable Fehler.»

Der Schütze war dem Secret Service mindestens 25 Minuten vor dem Anschlag gemeldet worden, hiess es in dem Bericht. Bei der Koordination und der Kommunikation zwischen Secret Service und den staatlichen und lokalen Strafverfolgungsbehörden sei es zu «gravierenden Mängeln» gekommen.

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen