Darum gehts
- Nato vereitelte im Frühjahr 2026 Russlands geheime Operation bei Spitzbergen.
- Russische U-Boote testeten offenbar Technologie zur Sabotage von Unterseekabeln.
- Unterseekabel mit 2 cm Durchmesser übertragen riesige globale Datenmengen.
Im Frühjahr 2026 haben Nato-Verbündete vor Spitzbergen im arktischen Meer eine geheime russische Operation aufgedeckt und vereitelt. Russische U-Boote, die im Verdacht standen, eine neue Technologie zur Sabotage von Untersee-Glasfaserkabeln zu testen, wurden von Grossbritannien, Norwegen und den USA aufgespürt und aufgehalten.
Dies berichten zwei westliche Beamte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Das russische Main Directorate for Deep Sea Research (Gugi) nutzte dabei offenbar Tiefseetauchboote, um die Zerstörung von Unterseekabeln zu simulieren – ein potenzieller Angriff auf kritische Infrastruktur, der fatale Auswirkungen auf die globale Internet- und Finanzkommunikation haben könnte. Die Kabel, mit einem Durchmesser kaum grösser als ein Gartenschlauch, übertragen riesige Datenmengen.
Russland dementiert «aggressive Pläne» gegen Europa
Die westlichen Verbündeten konfrontierten die russischen Schiffe, die daraufhin das Gebiet verliessen, heisst es in dem Bericht. «Durch unsere gemeinsame Operation haben wir Russland eine klare Botschaft gesendet, dass sie nicht verdeckt operieren können», erklärte Norwegens Verteidigungsminister Tore Sandvik in einer Stellungnahme.
Obwohl Russland keine Kabel beschädigte, wachse die Sorge, dass der Kreml Sabotageaktionen in Europa intensiviert, während der Krieg in der Ukraine ins Stocken gerät. Der Kreml hingegen betont immer wieder, dass er keine «aggressiven Pläne» gegen Europa hege.
Obwohl offenbar auch die USA an der Vereitelungsaktion beteiligt waren, versucht die Regierung immer wieder zu vermitteln. CIA-Direktor John Ratcliffe besuchte im August Moskau, um eine Eskalation zu verhindern.