Reform der Frauenrechte
Frauen dürfen im Iran offiziell Töff fahren

Der Iran erlaubt Frauen offiziell das Töfffahren. Die Reform schliesst eine rechtliche Lücke für die Iranerinnen. Iranische Geistliche bezeichneten Frauen auf einem Töff als «unislamisch». Vizepräsident Mohammad Reza Aref verkündete am Donnerstag die neue Regelung.
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Im Iran dürfen Frauen offiziell Töff fahren und dafür einen Führerschein erwerben.
Foto: IMAGO/NurPhoto

Darum gehts

  • Iran erlaubt Frauen ab 2026 offiziell Motorradfahren mit Führerschein
  • Erzkonservative kritisieren: Motorradfahren widerspreche islamischen Kleidungsvorschriften
  • Nach monatelangen Debatten: Verordnung von Vizepräsident Mohammad Reza Aref beschlossen
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Im Iran dürfen Frauen offiziell Töff fahren und dafür einen Führerschein erwerben. Vizepräsident Mohammad Reza Aref (74) gab am Donnerstag die entsprechende Verordnung bekannt.

Bislang nutzten viele Frauen die Fahrzeuge auch ohne Führerschein, weil Autos im Verkehrschaos der Grossstädte nicht mehr vorankommen. Ein generelles Fahrverbot für Frauen existierte zwar nicht, aber auch keine klare gesetzliche Grundlage. In der Praxis blieb vieles vage: Frauen konnten zwar motorisierte Zweiräder kaufen und auf ihren Namen zulassen, fahren durften sie aber eigentlich nicht. Die Neuregelung schliesst die rechtliche Lücke.

Kontroverse Reform

Der Entscheidung waren monatelange Debatten im Parlament und viele Gegenstimmen vorausgegangen. Erzkonservative Stimmen und iranische Geistliche bezeichneten Frauen auf Töff immer wieder als «unislamisch». Ihre Begründung: Eine Frau könne beim Fahren eines Zweirads ihre islamische Kleidungspflicht nicht einhalten.

Einige Gegner der Reform begründeten ihren Widerstand damit, Frauen würden bei Protesten mobiler und schwerer kontrollierbar. Andere warfen Frauen vor, häufiger Unfälle zu verursachen.

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