Darum gehts
- Asos-Mitgründer Quentin Griffiths stirbt nach Sturz von Hochhausbalkon in Thailand
- Polizei untersucht Todesumstände, Fremdverschulden wird durch Obduktion geprüft
- Ex-Frau soll 560'000 Franken aus gemeinsamem Unternehmen entwendet haben
Der Mitgründer des Online-Modehändlers Asos, Quentin Griffiths (†58), ist Berichten zufolge nach einem Sturz vom Balkon seines Apartments im 17. Stock im thailändischen Pattaya ums Leben gekommen. Einsatzkräfte fanden den Körper des Millionärs am Boden.
«Es ist ein Rätsel»
Nach Angaben der Polizei gab es in der Wohnung keine Anzeichen für ein Handgemenge, ein Fremdverschulden könne jedoch erst nach weiteren forensischen Untersuchungen ausgeschlossen werden. Die genaue Todesursache soll erst nach einer vollständigen Obduktion feststehen. Dies kann mehrere Monate dauern.
Eine der Familie nahestehende Quelle sagte gegenüber «The Sun»: «Es ist ein echtes Rätsel. Der Ausdruck ‹verdächtige Umstände› wurde verwendet, aber wir wissen es einfach noch nicht.»
Streit mit Ex-Frau
Griffiths war in einen anhaltenden Rechtsstreit mit seiner thailändischen Ex-Ehefrau verstrickt. Sie beschuldigte ihn, rund 560'000 Franken aus einem gemeinsamen Unternehmen entwendet zu haben.
Berichten zufolge wurde Griffiths im vergangenen Jahr festgenommen und verhört. Seine Ex-Ehefrau warf ihm vor, Dokumente gefälscht zu haben, um ohne ihr Wissen Liegenschaften und Unternehmensanteile zu verkaufen. Griffiths wies die Vorwürfe zurück. Er kam wieder frei.
Quentin Griffiths gründete Asos im Jahr 2000 gemeinsam mit Nick Robertson und Andrew Regan und blieb bis 2005 im Unternehmen. Der Onlinehändler entwickelte sich später zu einem globalen Konzern mit einem Wert von über drei Milliarden Franken.