Darum gehts
- Nach dem Blutbad in Krakau sind zwei angeschossene Polizisten schwer verletzt
- Beide wurden operiert und laut Regierung gut betreut
- Für einen der beiden Polizisten wird Blut der Gruppe AB Rh+ gesucht
Nach der Schiesserei in Krakau befinden sich zwei verletzte Polizisten weiterhin in ernstem Zustand. Nach Angaben der Behörden musste einer von ihnen wiederbelebt werden, ein weiterer liege im Koma. «Während der tragischen Ereignisse in Krakau standen Polizisten einem bewaffneten Angreifer gegenüber. Sie zögerten nicht, obwohl sie sich selbst in Lebensgefahr befanden», erklärte die polnische Polizei.
In einem in den sozialen Medien verbreiteten Video ist einer der beiden heldenhaften Polizisten zu sehen, wie er sich ein Feuergefecht mit den Schützen liefert. Ein weiteres Video zeigt, wie der Polizist den Schützen ausschaltet und danach zu Boden sinkt. Die polnische Polizei gab bekannt, dass ein Polizist bei dem Feuergefecht dreimal, sein Kollege einmal angeschossen wurde.
«Die Polizeiobermeister Jakub K.* und Artur M.* sind wahre Helden. Sie haben vermutlich viele Leben gerettet, ungeachtet der Gefahr, ihr eigenes zu verlieren. Ihr Zustand ist ernst, aber sie werden sehr gut versorgt. Ganz Polen drückt ihnen die Daumen», schrieb Premierminister Donald Tusk (69) auf der Plattform X.
Auch Polizeipräsident Marek Boroń informierte am Samstagabend während einer Einsatzbesprechung über den Gesundheitszustand der beiden Polizisten. Demnach wurden beide bereits operiert.
Lunge von Jakub K. kollabiert
Für einen der verletzten Beamten gibt es inzwischen einen dringenden Aufruf zur Blutspende. Die Freiwillige Feuerwehr in Wołczyn in der Woiwodschaft Oppeln wandte sich in den sozialen Medien an die Öffentlichkeit. Sie bittet um Blutspenden für Jakub K.
Nach Angaben der Feuerwehr ist eine seiner Lungen funktionsunfähig. Im Aufruf heisst es, jeder Tropfen Blut sei derzeit von grosser Bedeutung.
Michal O. schoss auf die beiden Polizisten
Laut den veröffentlichten Informationen war K. früher Soldat des 18. Bielsko-Bataillons der Luftlandetruppen. Erst vor Kurzem wechselte er in den Polizeidienst.
Die Feuerwehr bat alle Personen, die Blut spenden können, sich an ein Blutspendezentrum zu wenden. Bei der Spende sollte der Name Jakub K. angegeben werden. Benötigt wurde Blut der Gruppe AB Rh+.
Polens Innenminister Marcin Kierwinski (50) sagte, der Täter sei von «rechtsextremen Ideologien fasziniert» gewesen. Ohne das Opfer der beiden Polizisten hätte Michał O.* weitere unschuldige Menschen erschiessen können. Er schoss auch auf die beiden Einsatzkräfte. Einer von ihnen hinderte den Angreifer mit letzter Kraft an der Flucht. Experten betonen, dass die Dienstgrade beider Beamten darauf hindeuten, dass sie keine erfahrenen Offiziere sind, was ihr Handeln umso lobenswerter macht.
* Namen bekannt
Dieser Artikel erschien zuerst auf fakt.pl. Das polnische Newsportal gehört wie Blick zu Ringier.