Darum gehts
- Trump kündigt zweiwöchige Waffenruhe mit dem Iran an, Details sollen folgen
- Pakistan vermittelte, Israel greift trotz US-Ankündigung weiterhin iranische Ziele an
- Verhandlungen um iranischen Zehn-Punkte-Plan am Freitag in Islamabad
Pressekonferenz ist beendet
Der Verteidigungsminister Pete Hegseth und Generalstabschef Dan Caine beenden die Fragerunde und verlassen das Podest. Viele Fragen scheinen noch ungeklärt, wie dem Durcheinander aus dem Publikum zu entnehmen ist.
Wir beenden unseren Ticker hier ebenfalls. Besten Dank fürs Mitlesen. Hier bleibst du weiter auf dem Laufenden.
Letzte Fragen aus dem Publikum
Pete Hegseth wird gefragt, ob man in der Region bleiben und für Sicherheit sorgen werde und wie es aktuell mit dem iranischen Luftraum aussehe. Der Verteidigungsminister bekräftigt seine Aussage vom Anfang, dass der Iran keine Schlagkraft mehr habe. Wie es exakt weitergehen werde, müsse zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden.
«Was machen wir, wenn Iran aufrüstet?»
Einer der Anwesenden fragt, was die USA machen werde, wenn Iran wieder aufrüsten und sich neu formieren würde.
Generalstabschef Caine antwortet, dass man an diesem Szenario noch arbeite. Das werde immer so gemacht, sagt er. Man werde die Situation weiter ganz genau beobachten und entsprechend vorbereitet sein.
Hegseth präzisiert: «Je mehr sich der Iran vorbereiten will, desto eher sehen wir sie». Sollten sie also eine falsche Entscheidung treffen, werde man reagieren.
Hegseth rügt Journalisten
Darüber, wer gerade an der Reihe ist, Fragen zu stellen, scheinen sich die Medienschaffende uneins. «Warum sind sie so unhöflich?», weist Hegseth einen Teilnehmer zurecht.
Auch mit der Fragestellung einiger Medienschaffenden scheint Hegseth nicht zufrieden. Vom US-Sender ABC News wird er gefragt, ob der Iran die Strasse von Hormuz kontrolliere.
Er wird ausserdem gefragt, ob seine geäusserten Kommentare zum Iran-Krieg – dass die USA dem Iran in diesem Krieg «keine Gnade» gewähren würden – nicht im Widerspruch zu den Aussagen von Präsident Donald Trump stehen würden und für die US-Truppen zur Gefahr werden könnten.
«Sie haben mir doch zugehört, oder? Ich habe die Ziele aufgezeigt. Wir glauben, dass wir sie erreicht haben, und es ist ein historischer Sieg», sagt Hegseth.
Hegseth doppelt nach: «Das ist typisch ABC. Nichts was wir getan haben, hat einen amerikanischen Soldaten in grössere Gefahr gebracht.» Dan Caine meldet sich auch zu Wort und meint, er habe die Frage nicht ganz verstanden.
«Entschuldigen Sie, es war eine Anklage, die als Frage formuliert war. Daher sei Ihnen verziehen, dass Sie sie nicht verstanden haben», meint Hegseth sichtlich genervt.
Medienschaffende stellen Fragen
Nun ist es an Pete Hegseth, Fragen aus der Menge zu beantworten. Eine Journalistin fragt den Verteidigungsminister, wie es weiter gehen soll. Präsident schrieb vor Kurzem, man werde «vor Ort bleiben».
Hegseth bestätigt die Taktik: «Yes, we're not going anywhere. We're hanging around», sagt er. Das heisst: man werde vor Ort bleiben weiter wachsam sein, um in Aktion zu treten, sollte etwas nicht wie abgemacht vonstattengehen. Wie genau das aussehen würde, darauf geht der 45-Jährige noch nicht ein.
Man habe hier aber eine Chance auf «wahrhaftigen Frieden». Wieder lobt er seinen Chef Donald Trump. Niemand habe zuvor solch erfolgreiche Deals abgeschlossen.
Bislang keine Kommentare Richtung Zukunft
Wie es nach der zweiwöchigen Waffenruhe weitergehen soll, darüber wurde an der Medienkonferenz noch nicht angesprochen.
Stattdessen spricht er darüber, dass mittlerweile sechs Millionen Mahlzeiten, 920'000 Gallonen an Kaffee, zwei Millionen Energydrinks und jede Menge Nikotin verbraucht habe und macht Witze über den Konsum: «Damit möchte ich nicht sagen, dass wir ein Problem haben.» Die Anwesenden lachen verhalten.
Diese Statistik zeige aber natürlich nicht, wie Krieg wirklich sei. «Es ist dunkel, es ist heiss und anstrengend», sagt er mit ernster Miene.
«Wir werden unsere Helden ehren»
Der Verteidigungsminister richtet seine Worte auch an die Hinterbliebenen der bisher gefallenen amerikanischen Soldaten. «Wir werden unsere Helden für immer ehren».
Auch Generalstabchef Dan Caine, der jetzt zu Wort kommt, richtet sich als erstes an die Angehörigen der gefallenen Soldaten. «Ihr Opfer und das Opfer ihrer Angehörigen ist für uns von grösster Bedeutung. Ihre Namen und ihre Tapferkeit werden nie vergessen sein», sagt Caine.
Seine dankenden Worte richten sich auch an Saudi-Arabien, Katar Bahrain und alle anderen Länder, die sich unterstützend zeigten. Er zählt auf, wie viele Raketen abgefeuert und wie viele Drohnen zerstört wurden. «Wir haben rund 90 Prozent ihrer Flotte zerstört», sagt Caine. 150 iranische Schiffe befänden sich auf dem Meeresgrund.
Wie Hegseth zuvor schon ausführte, habe man Fabriken zur Waffenproduktion zerstört und ihnen die Möglichkeit genommen, neue Raketen und Waffen zu bauen.
Nukleare Gefahr im Iran
Hegseth macht klar, dass Iran nie nukleare Waffen haben werde. Dies sei einer der Punkte des Plans, die nicht verhandelbar seien und nennt die aktuelle Situation einen «historischen Sieg auf dem Schlachtfeld».
Immer wieder lobt Pete Hegseth die Vorgehensweise von Donald Trump und des US-Militärs. «Sie haben es auf die harte Tour gelernt», sagt er und fügt an: «Niemand macht bessere Deals, als Präsident Trump».
«Wir besitzen ihren Luftraum»
«Iran hat kein Luftabwehrsystem mehr, wir kontrollieren ihren Luftraum», sagt Hegseth und präsentiert die Erfolge des US-Militärs in diesem Krieg.
Sie könnten zwar hier und da «zurückschiessen», das wäre aber unklug, sagt Hegseth. Sollte Iran die von den USA eingeforderten Punkte zurückweisen, werde man weiter angreifen. Wie bereits angedroht, werde man die Energieanlagen und die gesamte Infrastruktur angreifen. Trump habe Gnade gezeigt, so Hegseth.
Weiter listet der selbsternannte Kriegsminister die Erfolge an getöteten Militärs im Iran auf. «Das neue Regime hat keine Macht mehr», ist sich der 45-Jährige sicher.
Hegseth bekräftigt Wirksamkeit der Operation «Epic Fury»
«Der Iran ist seit 47 Jahren eine Bedrohung für die USA und die freie Welt», beginnt Pete Hegseth seine Rede. «Jetzt nicht mehr», sagt er weiter.
Er sagt, Iran habe um die Waffenruhe «gebettelt» und alle hätten das gewusst, sagt er weiter. Alles habe so funktioniert, wie es von Anfang an geplant gewesen sei, sagt Hegseth. Dieses Ziel habe man gemeinsam mit Israel erreicht.
Der US-Präsident Donald Trump (79) hat am Dienstag eine zweiwöchige Waffenruhe mit dem Iran angekündigt – eine überraschende Wende in der jüngsten Eskalation.
Verteidigungsminister Pete Hegseth (45) und Generalstabschef Dan Caine (57) werden am Mittwoch um 14 Uhr (Schweizer Zeit) im Pentagon eine Pressekonferenz abhalten, um Einzelheiten zu erläutern. Blick wird die Pressekonferenz an dieser Stelle tickern.
«Haben bereits alle militärischen Ziele erreicht»
Am Dienstagmorgen sorgte Trump auf seiner Plattform Truth Social für Aufsehen. In einem dramatischen Beitrag schrieb er: «Eine ganze Zivilisation wird heute Nacht untergehen und nie wieder zurückkehren.» Trump bezog sich dabei auf den Iran.
Später erklärte er, die USA hätten sich mit dem Iran auf eine Waffenruhe geeinigt, um Verhandlungen über einen langfristigen Frieden im Nahen Osten zu ermöglichen. «Wir haben bereits alle militärischen Ziele erreicht und übertroffen», so Trump. Er fügte hinzu: «Wir haben einen Zehn-Punkte-Vorschlag vom Iran erhalten und sind überzeugt, dass er eine tragfähige Verhandlungsgrundlage bietet.»