Parkieren nach Monat und Farbe
Diese kuriosen Bussen-Fallen drohen in den Ferien

Wer mit dem Auto ins Ausland fährt, sollte genau auf die dortigen Verkehrsvorschriften achten. Denn immer wieder tauchen unbekannte Regeln oder Schilder auf – und das kann sehr schnell, sehr teuer enden.
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In Österreich müssen Parkscheiben in 15-Minuten-Schritten skaliert sein. Bei einer falschen Parkscheibe drohen Bussen.
Foto: IMAGO/Zoonar

Darum gehts

  • Reisende sollten im Ausland auf lokale Verkehrsregeln und Vorschriften achten
  • In Österreich sind Parkscheiben mit 15-Minuten-Skala zwingend vorgeschrieben
  • Falsche Parkscheiben können zu Strafen von bis zu 726 Euro führen
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Sandra MarschnerRedaktorin News-Desk

In einigen Kantonen haben die Sportferien bereits begonnen, in anderen stehen sie bald an. Wer sich dabei entscheidet, mit dem Auto ins Ausland zu verreisen, sollte jedoch gut auf spezifische Vorgaben achten. Denn von Land zu Land unterscheiden sich Vorschriften oder Verkehrsschilder. Und wer sich nicht auskennt, kassiert schnell eine saftige Busse. 

Wer in Österreich sein Auto parkiert und eine Parkscheibe auf das Armaturenbrett legt, muss ganz genau auf die richtige Skalierung achten. Denn in Österreich sind Parkscheiben mit einer Einteilung in 15-Minuten-Schritte vorgesehen. Dementsprechend wird auch die Ankunftszeit auf die nächste Viertelstunde aufgerundet und nicht etwa auf die nächste halbe Stunde, berichtet «T-Online». 

Auf die richtige Parkscheibe achten

Parkiert man nun mit einer Parkscheibe, die in 30-Minuten-Schritten skaliert ist, erfüllt man nicht die behördlichen Vorschriften. Auf diesen Umstand weist der österreichische Mobilitätsclub ÖAMTC hin. Zusätzlich muss die Parkscheibe über ein mechanisches Ziffernblatt verfügen. Entsprechende Modelle gibt es in Österreich etwa an Tankstellen zu kaufen. 

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Wer sich nicht an die Vorschriften hält und die falsche Parkscheibe verwendet, begeht einen Parkverstoss. In der Regel wird für diesen eine sogenannte Organstrafverfügung ausgestellt – für zwischen 30 und 50 Euro (rund 27 bis 46 Franken) Busse. Kommt es jedoch zur Anzeige, dann kann es happig werden: Im gesetzlichen Strafrahmen für Parkvergehen sind bis zu 726 Euro (rund 660 Franken) Bussen möglich!

Nicht die einzige kuriose Regel, die schnell teuer werden kann im Ausland. 

Parkieren nach Farbe und Monat

In Griechenland kann Parkieren schnell zu einem Ratespiel werden. Beim Parkieren am Strassenrand musst du genau auf die farblichen Markierungen auf dem Asphalt oder Bordstein achten. Bei weissen Linien ist das Parkieren grundsätzlich erlaubt, sofern Verkehrsschilder nichts anderes sagen, schreibt das Portal «Holidaycheck».

In blauen Parkbereichen musst du ein Ticket am Automaten bezahlen. Gelbe Markierungen signalisieren: Hier ist Parkieren verboten oder eingeschränkt. Siehst du rote Markierungen, gilt: Weiterfahren, denn hier gilt absolutes Halte- und Parkverbot. 

Noch komplizierter wird die Parksituation in Griechenland durch ganz spezielle Parkverbotsschilder. Das Parkverbot hängt vom Datum ab. Siehst du ein blaues Schild mit rotem Rand und einem senkrechten Strich gilt: In ungeraden Monaten ist das Parkieren hier verboten. Sind auf dem Schild zwei Striche zu sehen, darfst du hier in geraden Monaten nicht parkieren. 

Fahranfänger müssen hier vom Gas

Der Führerschein ist frisch gemacht, die Strasse ruft. Doch in einigen europäischen Ländern müssen Fahranfänger erstmal auf die Bremse treten. Auf italienischen Autobahnen gilt normalerweise eine Geschwindigkeit bis zu 130 km/h. Doch Fahranfänger dürfen in den ersten drei Jahren maximal 100 km/h fahren. Auf Schnellstrassen gilt für Fahranfänger maximal 90 km/h. 

Auch in Frankreich darf direkt nach der erfolgreichen Fahrprüfung nicht Vollgas gegeben werden. In den ersten drei Jahren gilt für Fahranfänger ausserorts eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h, auf Schnellstrassen 100 km/h und auf Autobahnen eine Maximalgeschwindigkeit von 110 km/h. 

Wer als Fahranfänger in Kroatien unterwegs ist, muss sich bis zum 24. Lebensjahr ausserorts an die Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h, auf Schnellstrassen an 100 km/h und auf Autobahnen an 120 km/h halten. 

Was bedeutet diese Raute?

Wer auf französischen Strassen unterwegs ist, stösst immer wieder auf ein blaues Verkehrsschild mit einer weissen Raute. Das Verkehrszeichen signalisiert: Diese Fahrspur ist ausschliesslich für Fahrgemeinschaften, Busse, E-Autos oder Taxis reserviert.

Ziel des Verkehrszeichens sei es, Fahrgemeinschaften zu fördern, Staus zu reduzieren und die Umwelt durch einen verringerten CO₂-Ausstoss zu entlasten, schreibt der Touring Club Schweiz auf seiner Webseite. Wer also allein im Auto auf der ausgeschilderten Fahrspur unterwegs ist und nicht zu den anderen Kategorien gehört, kann mit einer Busse von bis zu 135 Euro (rund 124 Franken) belegt werden.

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