Darum gehts
- Das FBI nahm einen saudischen OpenAI-Ingenieur fest
- Er soll eine Wanze im GL-Sitzungsraum platziert haben
- OpenAI fand ein zweites Gerät; Datenabfluss sei nicht belegt
Wie das US-Justizministerium und das Unternehmen mitteilten, handele es sich bei dem Tatverdächtigen um den 35-jährigen saudischen Ingenieur Abdulrahman Alfozan, der seit Juli 2025 für das Unternehmen tätig gewesen sei.
Das Aufnahmegerät war in Toilettenpapier gewickelt und an den USB-Anschluss eines Fernsehers gesteckt. In dem betroffenen Sitzungszimmer besprach die Führungsebene regelmässig streng vertrauliche Themen, darunter die Entwicklung von KI-Technologien.
Zweites Gerät gefunden
Bei der Identifizierung und Rückverfolgung des Geräts nutzte OpenAI nach eigenen Angaben seine eigenen internen KI-Modelle. Zudem fand das Sicherheitspersonal wenige Tage später eine unbeaufsichtigte Tasche mit einem weiteren Aufnahmegerät.
Laut OpenAI gibt es bislang keine Hinweise darauf, dass Alfozan Zugriff auf Quellcodes, Kundendaten oder andere vertraulichen Daten hatte oder diese entwenden konnte. Der Ingenieur wurde umgehend entlassen und am Freitag festgenommen. Am Dienstag erschien er erstmals vor einem Bundesgericht.
Der Vorfall reiht sich ein in eine Serie interner Turbulenzen bei OpenAI, nachdem das Unternehmen erst kürzlich drei Forscher wegen Verstössen gegen Datenschutzrichtlinien entlassen hatte.