Video zeigt das Anwesen von Jeffrey Epstein
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Auf dessen Privatinsel:Video zeigt das Anwesen von Jeffrey Epstein

Nacktfotos und Sex-Handbücher
Das ist in Epsteins geheimem Lagerraum versteckt

Jeffrey Epstein versteckte brisantes Material in einem Lagerraum in Florida. Unter anderem Nacktfotos, Videokassetten und Computer wurden dort entdeckt. Trotz Ermittlungen wurde der Raum nie von der Polizei durchsucht.
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Jeffrey Epstein versteckte Beweismittel in privaten Lagerräumen vor der Polizei.
Foto: Department of Justice

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Jeffrey Epstein versteckte belastendes Material in einem Lagerraum in Florida
  • Behörden durchsuchten Lagerraum trotz Ermittlungen seit 2005 nie
  • In den USA existieren über 50'000 private Lagerräume laut Sparefoot
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Mattia JutzelerRedaktor News

Handbücher für Sex-Sklaverei, Nacktfotos von Teenagern und Dutzende Porno-Heftli. Das ist nur ein Teil des ekelhaften Inhalts eines Lagerraums in Florida, in dem Jeffrey Epstein belastendes Material vor der Polizei versteckte. Bis zu seinem Tod im Jahre 2019 hat er regelmässig die Miete dieses Schuppens gezahlt.

Der britischen Zeitung «Telegraph» liegt eine umfassende Inventarliste vor. Bei den Menschen auf den Nacktfotos handle es sich wohl um die minderjährigen Opfer des verurteilten Sexualstraftäters. In dem Lagerraum soll ausserdem eine Videokassette liegen, die Aufnahmen von jemandem unter der Dusche und einer Frau in Unterwäsche enthält.

Epstein war über Hausdurchsuchungen informiert

Auch Computer, Videobänder und Adressbücher wurden in dem Lagerraum gebunkert. Welche Geheimnisse diese Beweise offenbaren könnten, ist allerdings völlig unklar. Laut Informationen des «Telegraph» haben die Behörden den Lagerraum in Florida zu Epsteins Lebzeiten nämlich nie durchsucht. Ob es mittlerweile eine Untersuchung gab, ist nicht bekannt.

Wie kann es also sein, dass solch brisantes Material so lange vor der Polizei und der Öffentlichkeit geheim blieb? Schliesslich wird im Fall Jeffrey Epstein schon seit vielen Jahren ermittelt.

Der Multimillionär war offenbar über viele Aktionen der Polizei gegen ihn genaustens informiert. Informationen des «Telegraph» zufolge wies Epstein 2005 eine private Detektivagentur an, den Lagerraum in der Nähe seines Anwesens in der Stadt Palm Beach zu mieten. Dort sollten die Detektive Beweismaterial aus seiner Villa verstecken.

Epstein hatte offenbar im Vorfeld einen Tipp erhalten, dass die Behörden bei ihm eine Razzia durchführen wollten. 2005 wurde gegen ihn zum ersten Mal wegen sexuellen Missbrauchs ermittelt. Die Detektivagentur wollte sich gegenüber der britischen Zeitung nicht zu ihrer Arbeit mit Epstein äussern.

Netzwerk von Lagerräumen

Der Lagerraum in Florida ist aber offenbar nicht das einzige Versteck des Multimillionärs. Epstein unterhielt wohl ein grosses Netzwerk solcher Lagerräume in den ganzen USA. Mindestens sechs weitere solcher Storages soll es geben, davon etwa zwei im Bundesstaat New York und einen in der Nähe von Epsteins Ranch in New Mexico.

Wie viele weitere Beweise im Fall Jeffrey Epstein noch vor den Behörden und der Öffentlichkeit versteckt liegen, kann man sich also nur ausmalen. Angestellte des Sexualstraftäters wurden beispielsweise per Mail damit beauftragt, Akten und Computer von Epsteins Privatinsel in der Karibik in solchen Lagerräumen zu versorgen.

In den USA sind solche privaten Lagerräume alles andere als ungewöhnlich. Laut einem Bericht der texanischen Firma «Sparefoot», die solche Immobilien vermietet, gibt es im ganzen Land über 50'000 Areale, auf denen private Lagerräume stehen. Mehr als zehn Prozent aller amerikanischen Haushalte besitzen oder mieten einen solchen Schuppen. Umso einfacher ist es also, wichtige Beweismittel in einer solchen Masse verschwinden zu lassen.

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