Nach Lufthansa-Debakel in München ist dänischer Familienvater hässig
«Auch die Flugbesatzung war völlig ratlos»

Am Donnerstagabend konnte ein Lufthansa-Flieger von München aus wegen einer vereisten Startfläche nicht nach Kopenhagen abheben. Die 123 Passagiere sassen schliesslich die ganze Nacht fest – ohne Essen, Trinken oder Decken. Denn Busse fand der Flughafen nicht.
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Statt nach Kopenhagen abzuheben, blieb ein Lufthansa-Flieger am Donnerstagabend in München stehen. (Symbolbild)
Foto: IMAGO/Ardan Fuessmann

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • 123 Passagiere strandeten in München, statt nach Kopenhagen zu fliegen
  • Keine Verpflegung oder Decken für Passagiere während Nacht im Flugzeug
  • Abflugplan: 21.30 Uhr, Aufenthalt im Lufthansa-Flieger bis zum Morgen
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Sandra MarschnerRedaktorin News-Desk

Statt am Donnerstagabend vom Münchner Flughafen aus nach Kopenhagen abzuheben, erlebten 123 Passagiere eines Lufthansa-Fliegers eine lange und ziemlich ungemütliche Nacht. Søren Thieme (49) befand sich mit seiner Frau und zwei Kindern auf der Rückreise von Thailand nach Kopenhagen, berichtet die dänische Boulevardzeitung «Ekstra Bladet». Von München aus sollte es schliesslich um 21.30 Uhr wieder zurück in die Heimat gehen. 

Doch daraus wurde nichts. Statt abzuheben, blieb der Airbus A320neo am Boden. Gegenüber «Ekstra Bladet» gab die Lufthansa an, dass es «zu vorübergehenden Sperrungen der Start- und Landebahnen sowie zu erheblichen Verzögerungen bei den Enteisungsmassnahmen» gekommen sei.

Kein Essen, Trinken oder Decken für die Passagiere

In einem Beitrag des Branchenmagazins «One Mile at a Time» wird die belastende Situation für die Passagiere des Lufthansa-Fliegers noch deutlicher. Halbstündlich soll die Crew die Fluggäste über Versuche, Busse zu organisieren, um sie zurück zum Terminal zu bringen, informiert haben. Doch Busse liessen sich offenbar nicht finden. Um 2 Uhr schliesslich die Info: Alle Busfahrer seien nach Hause gegangen, der Flughafen nun geschlossen. 

«Wir waren total frustriert. Wir waren über 24 Stunden unterwegs. Eigentlich sollten wir längst zu Hause in Dänemark sein und schlafen. Aber die Flugbesatzung war auch völlig ratlos», erzählte Familienvater Thieme «Ekstra Bladet». Er war hässig. Man könne die Passagiere nicht einfach im Stich lassen, betonte er. «Flüge können jederzeit gestrichen werden, aber die Leute auf unbestimmte Zeit im Flugzeug zurückzulassen, das ist inakzeptabel.»

Für die Passagiere hiess das: Die gesamte Nacht im Flieger verbringen. Als wäre das nicht genug, schildert Familienvater Thieme gegenüber «Ekstra Bladet», dass es weder Essen noch Trinken oder Decken für die Fluggäste gegeben haben soll. Erst am frühen Morgen konnten er und seine Familie den Flieger verlassen und wurden auf einen anderen Flug umgebucht. Laut «Ekstra Bladet» ist die Familie inzwischen wieder zu Hause. «Zwischenzeitlich hatte ich mich gefragt, ob das dieses Wochenende überhaupt noch klappen würde», so Thieme.

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