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Bei 37-Millionen-Raub beteiligt:Serbin landet auf «Most Wanted»-Liste

Diebstahl, Betrug, Mordversuch
Diese Frauen stehen auf den «Most Wanted»-Listen von Europol und FBI

Ein Raubzug an einer Kunstmesse, Juwelen und Schmuck für fast 37 Millionen Franken und eine verdächtige Helferin: Europol setzt Ninoslava Jovic auf die «EU-Most-Wanted»-Liste. Auch nach anderen kriminellen Frauen wird derzeit international gefahndet.
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Europol setzte Ninoslava Jovic auf die Liste der meistgesuchten Verbrecher.
Foto: Europol

Darum gehts

  • Europol sucht Ninoslava Jovic wegen mutmasslicher Hilfe beim Juwelenraub in Maastricht 2022
  • Vier verkleidete Männer erbeuteten an der Kunstmesse Schmuck im Wert von fast 37 Millionen Franken
  • FBI und Europol fahnden auch weiter nach Ruja Ignatova, Eva Zámečníková und Mary Carole McDonnell
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Wiebke KöhneRedaktorin Newsdesk

Blonde Haare, braune Augen und Tattoos auf den Unterarmen. Diese Beschreibung passt auf viele Frauen – eine von ihnen steht seit Ende Oktober auf der «Most Wanted»-Liste von Europol. Dabei handelt es sich um die serbische Staatsangehörige Ninoslava Jovic (41). Der Vorwurf: Sie half beim Millionen-Raub auf einen Juwelenstand.

Bewaffneter Überfall an einer Kunstmesse

Im Juni 2022 kam es auf einer niederländischen Kunstmesse in Maastricht zu einem spektakulären Raubüberfall auf einen Juwelenstand. Vier teils bewaffnete Männer, die sich mit Anzügen und Schiebermützen verkleideten, zertrümmerten eine Vitrine und räumten Schmuck im Wert von umgerechnet fast 37 Millionen Franken aus – zu Verletzten kam es damals zum Glück nicht.

Laut der offiziellen Fahndungsmeldung von Europol steht Jovic in Verdacht, bei dem Raubüberfall eine «unterstützende Rolle» gehabt zu haben. Nach den Informationen der Behörden hält sich die 41-Jährige derzeit in Serbien auf, allerdings sei auch ein anderer Standort denkbar.

Andere hochkriminelle Frauen stehen auf den Fahndungslisten von Europol oder FBI. Blick zeigt einen Überblick der meistgesuchten Verbrecherinnen.

Die Krypto-Queen

Hinweise, die zur Verhaftung von Ruja Ignatova (46) führen, belohnt das FBI mit einer Summe von bis zu fünf Millionen Dollar. Die berüchtigte «Krypto-Queen» ist die einzige Frau in den Top Ten der meistgesuchten Flüchtigen des FBI. Der Grund: Mit der Schein-Kryptowährung «OneCoin» zockte die gebürtige Bulgarin ab dem Jahr 2014 weltweit Investoren ab. Insgesamt kam dabei eine Summe von mehr als vier Milliarden Dollar zusammen. Der genaue Standort von Ignatova ist schon seit fast zehn Jahren unbekannt und mittlerweile gibt es Spekulationen darüber, dass sie Opfer von organisierter Kriminalität wurde.

Ruja Ignatova wird auch «Krypto-Queen» genannt.
Foto: OneCoin/PR

Versuchter Mord an Ehemann

Die Slowakin Eva Zámečníková (45) wird von Europol bereits seit Ende 2021 auf der Fahndungsliste aufgeführt. Ihr Verbrechen: Wie die «Bild» berichtete, wollte die Floristin im Jahr 2014 einen Auftragskiller auf ihren Mann ansetzen – dieser wandte sich jedoch noch vor der Vollstreckung an die Polizei. Im Jahr 2020 wurde Zámečníková von dem Obersten Gerichtshof der Slowakei zu acht Jahren Gefängnis verurteilt. Doch anstatt die Haftstrafe anzutreten, tauchte sie unter.

Eva Zámečníková setzte einen Killer auf ihren Ehemann an.
Foto: Europol

Die Falsche Erbin

Die ehemalige True-Crime-Produzentin Mary Carole McDonnell (74) befindet sich unter den vom FBI meistgesuchten Betrügern. Wie der deutsche «Rolling Stone» berichtete, sorgte unter anderem ein Vorfall aus dem Jahr 2018 für Aufsehen. Die US-Amerikanerin gab sich fälschlicherweise als millionenschwere Luftfahrt-Erbin von McDonnel Aircraft aus. So erschlich sie sich bei einer Bank in Kalifornien einen Kredit über fast 15 Millionen Dollar. Insgesamt soll sie mit ihren Betrügereien 30 Millionen Dollar Schaden angerichtet haben. Das FBI vermutet, dass sich McDonnell unterdessen nach Dubai abgesetzt hat.

Mary Carole McDonnell erschlich sich als falsche Erbin einen 15-Millionen-Kredit.
Foto: FBI
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