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Sie betrog Opfer um Milliarden:Raja Ignatova ist die meistgesuchte Frau der Welt

Meistgesuchte Frau der Welt
Ex-Mann der «Krypto-Queen» vor Gericht

Fast zehn Jahre nach dem Verschwinden der «Krypto-Queen» Ruja Ignatova steht ihr Ex-Mann Björn S. in Deutschland wegen Geldwäsche vor Gericht. Er soll Vermögenswerte aus dem mutmasslichen OneCoin-Betrug erhalten haben und bestreitet dies.
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Die gebürtige Bulgarin Ruja Ignatova ist eine der meistgesuchten Frauen der Welt.
Foto: PR

Darum gehts

  • Ruja Ignatova baute OneCoin als angebliche Kryptowährung auf und verschwand 2017 nach Athen
  • US-Ermittler vermuten, dass OneCoin zwischen 2014 und 2016 weltweit Milliardenbeträge einsammelte
  • Björn S. steht in Deutschland wegen Geldwäsche vor Gericht und bestreitet die Anklage zu OneCoin
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Pauline BouillonRedaktorin News Desk

Sie prellte Anleger um Milliarden und tauchte ab. Fast zehn Jahre nach dem Verschwinden von Ruja Ignatova (46) packt ihr Ex-Mann Björn S.* (50) vor Gericht aus. Er spricht über seine grosse Liebe, eine zerbrochene Ehe und das Leben an der Seite der meistgesuchten Betrügerin der Welt.

Ausgerechnet am Geburtstag der gemeinsamen Tochter steht er in Deutschland wegen Verdachts auf Geldwäsche vor Gericht. Laut Anklage soll er Vermögenswerte aus dem Krypto-Betrug erhalten haben – darunter Geld im Zusammenhang mit einer Millionenvilla, wie «Bild» berichtet.

Die Krypto-Queen Ruja Ignatova

Ruja Ignatova ist 1980 in Bulgarien geboren und in Deutschland aufgewachsen. Sie galt als Überfliegerin: In Grundschule und Gymnasium übersprang sie je eine Klasse. Mit 25 Jahren promovierte sie in Rechtswissenschaften. Während des Studiums lernte sie Björn S. kennen. 2005 folgte die Hochzeit, 2016 kam das gemeinsame Kind zur Welt.

Vor Gericht teilt S. nun hart aus. Ignatova sei nicht treu gewesen und habe sogar einen ihrer Lover zur Taufe der Tochter mitgebracht: «Ich fand es unmöglich, dass sie ihn zur Taufe holt und vor mir mit ihm rumknutscht.» Dabei habe es sich bei den beiden um «Liebe auf den ersten Blick» gehandelt. Vor Gericht sagte er: «Ruja kann in wenigen Minuten die Menschen für sich vereinnahmen und lässt sie nie mehr los.»

OneCoin: Das Milliarden-Geschäft mit der Hoffnung

2014 präsentierte Ignatova ihre Vision von OneCoin. Die vermeintliche Kryptowährung sollte Bitcoin Konkurrenz machen. Statt auf ein funktionierendes digitales Zahlungssystem setzte das Modell auf den Verkauf von Schulungspaketen. Wer weitere Anleger anwarb, kassierte Provisionen.

Das Resultat: ein internationales Schneeballsystem. Menschen investierten ihre Ersparnisse in der Hoffnung auf die nächste Finanzrevolution. Ignatova nannte sich selbst die «Krypto-Queen». US-Ermittler gehen davon aus, dass zwischen 2014 und 2016 Milliardenbeträge eingesammelt wurden. Im Oktober 2017 rückten die Behörden näher. Ignatova bestieg in Sofia ein Flugzeug nach Athen – seither fehlt von ihr jede Spur.

Die Jagd auf Ruja Ignatova

Internationale Ermittler fahnden weltweit nach der Kryptobetrügerin. Das FBI setzte sie auf die Liste der zehn meistgesuchten Flüchtigen, auch Europol sucht nach ihr.

Für Hinweise, die zu ihrer Festnahme führen, hat das FBI eine Belohnung von bis zu fünf Millionen US-Dollar ausgesetzt. Handfeste Spuren zu ihrem Aufenthaltsort fehlen bis heute. Es gibt Spekulationen, dass Ignatova Opfer der organisierten Kriminalität wurde. Ob sie noch lebt und wo sie steckt, weiss niemand.

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