Darum gehts
- USA attackieren Iran in der Nacht auf Mittwoch
- Trump-Regierung hebt Ausnahmeregelung für iranisches Öl auf
- Brent-Ölpreis steigt Dienstag um über 5 Prozent
Der Waffenstillstand im Nahen Osten steht auf der Kippe. In der Nacht auf Mittwoch startete das US-Militär neue Angriffe auf Ziele im Iran. Diese folgten auf den Beschuss von drei Handelsschiffen in der Strasse von Hormus.
Man habe eine «Reihe schwerer Angriffe gegen den Iran begonnen», schrieb das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando der US-Streitkräfte auf X. Der Iran müsse «hohe Kosten» für die Angriffe auf unschuldige Zivilisten zahlen.
Explosionen an der Küste
Die Luftangriffe richten sich gegen Hafenanlagen, Raketen- und Drohnenstandorte, Küstenüberwachungsanlagen sowie Luftabwehrstellungen, wie der Sender ABC News berichtet. In zwei Küstenstädten im Süden des Landes waren Explosionen zu hören. In den sozialen Medien kursieren Videos der Attacken.
Laut CNN befanden sich in der Region zwölf US-Betankungsflugzeuge in der Luft. Diese sind nötig, damit Kampfjets bei längeren Einsätzen nicht zwischenlanden müssen. Insgesamt griffen die USA nach eigenen Angaben mehr als 80 Ziele an.
Der Iran warnte am frühen Mittwoch, vor einer «vernichtenden Antwort». Kurze Zeit später wurden sowohl in Bahrain als auch in Kuwait die Luftabwehrsysteme aktiviert.
Öl-Preis steigt
Zuvor hatte die Trump-Regierung ihre Ausnahmegenehmigung für den Verkauf von iranischem Öl aufgehoben. Ob die in der Schweiz unterzeichnete Absichtserklärung zur Beendigung des Krieges noch in Kraft ist, war zunächst unklar.
Eine neue Blockade der Strasse von Hormus wäre Gift für die Weltwirtschaft. Der Preis für Brent-Rohöl-Futures stieg am Dienstag um mehr als 5 Prozent.
US-Präsident Donald Trump (80) ist aktuell am Nato-Gipfel in der Türkei. Dort beschuldigte er die Mitgliedsländer, die USA im Krieg gegen den Iran zu wenig zu unterstützen.