Jetzt kommt sie in den Knast
Mutter erfindet Krebserkrankung ihres Sohnes für Spenden

Eine Mutter aus Australien täuschte 2024 eine Krebserkrankung ihres Sohnes vor, um Spenden zu erschleichen. Sie zwang ihn zur Einnahme von Scheinmedikamenten. Das Geld nutzte sie für ihre eigenen Zwecke.
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Michelle B. rasierte ihrem kleinen Sohn den Kopf und zwang ihn über mehrere Monate, täglich sogenannte Scheinmedikamente einzunehmen.
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Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Australierin täuscht Krebserkrankung ihres Sohnes 2024 vor, ergaunert Spenden
  • Sie zwang den Jungen zur Einnahme von Scheinmedikamenten und rasierte ihm den Kopf
  • Sie überwies mehr als 5000 australische Dollar vom Konto des Sohnes auf ihr eigenes
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Gina Grace Zurbrügg

Die 45-jährige Michelle B.* aus West Lakes in Australien wollte über ihre Verhältnisse leben und entwickelte dafür einen perfiden Plan – auf Kosten ihres eigenen Sohnes.

Nachdem sich der kleine Junge im September 2024 bei einem Trampolinsturz am Auge verletzt hatte, stuften Ärzte die Verletzung als harmlos ein. Doch die zweifache Mutter behauptete gegenüber ihrem Ehemann und ihrem Umfeld, ihr Sohn sei an Krebs erkrankt. Angeblich hätten Untersuchungen drei Tumore am Sehnerv gezeigt, die eine aufwendige Strahlentherapie erforderten, wie die «Daily Mail» berichtete.

In sozialen Netzwerken verbreitete sie Bilder ihres kahlgeschorenen Sohnes und bat um Spenden auf ein eigens eingerichtetes Konto.

Scheinmedikamente verabreicht

Michelle B. täuschte über Monate hinweg eine Strahlentherapie vor und erschlich sich Tausende von Dollar an Spenden, die sie grösstenteils für ihren eigenen Lebensunterhalt verwendete.

Sie rasierte ihrem Sohn den Kopf und zwang ihn über mehrere Monate, täglich sogenannte Scheinmedikamente einzunehmen, «selbst wenn er das ganz offensichtlich nicht wollte», sagte die Richterin später im Prozess.

Mehr als 5000 australische Dollar (circa 2800 Franken) überwies sie vom Konto ihres Sohnes auf ihr eigenes, zusätzlich nahm sie Tausende Dollar in bar aus Spenden entgegen.

«Das akzeptiere ich nicht»

Im Dezember 2024 wurde B. verhaftet. Vor Gericht bekannte sie sich in elf Punkten schuldig, darunter Täuschung sowie Handlungen, die ihrem Sohn erheblichen Schaden zufügten.

Die Angeklagte habe ihre Motive selbst mit dem Wunsch begründet, über ihre Verhältnisse zu leben und ihre Familie mit den neuesten Dingen zu versorgen.

Die Richterin widersprach dem entschieden: «Ich akzeptiere nicht, dass … Ihr Vergehen weitaus grausamer und manipulativer war … Es war als Mittel zur Erlangung von Aufmerksamkeit konzipiert.» Und weiter: «Es handelt sich um eine Form von Kindesmisshandlung und Kindesmissbrauch.»

Besonders schwer wog für das Gericht die anhaltende Belastung des Kindes – durch die erzwungene Einnahme unnötiger Medikamente und den massiven psychischen Druck über einen längeren Zeitraum hinweg.

350'000 Euro an Spendengeldern ergaunert

Die Staatsanwaltschaft Giessen in Deutschland hat eine Mutter wegen gewerbsmässigen Betrugs angeklagt, wie T-Online berichtete. Die 42-Jährige soll eine Krebserkrankung ihres kleinen Sohnes über drei Jahre hinweg vorgetäuscht und damit Spendengelder in Höhe von rund 350'000 Euro (umgerechnet rund 323'000 Franken) ergaunert haben.

Mutter zwingt Tochter in den Rollstuhl

Der wohl bekannteste Fall ist Gypsy Rose Blanchard (34). Ihre Mutter litt unter dem Münchhausen-by-proxy-Syndrom. Dabei täuscht eine Bezugsperson, meist die Mutter, Krankheiten bei anderen vor oder verursacht sie gezielt, um medizinische Behandlungen und Aufmerksamkeit zu erzwingen.

Blanchards Mutter gab vor, ihre Tochter leide unter schweren Erkrankungen wie Leukämie und Muskeldystrophie. Tatsächlich musste sie im Rollstuhl sitzen, wurde künstlich ernährt und musste sich zahlreichen unnötigen Eingriffen unterziehen. Blanchard lebte isoliert und erhielt kaum Schulbildung.

Neben der Kontrolle und Aufmerksamkeit spielte auch ein finanzieller Vorteil bei der Mutter eine Rolle. Durch die vorgetäuschten Erkrankungen erhielt die Familie Spenden, Hilfsleistungen sowie Unterstützung von Organisationen und profitierte von öffentlicher Aufmerksamkeit.

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