Darum gehts
- Zwei Kinder (3, 5) in Portugal absichtlich auf Strasse ausgesetzt
- Eltern verbanden Augen, führten Kinder in Wald und liessen sie allein
- Kinder mit Kleidung, Orangen, Wasser gefunden, jetzt in Botschaftsobhut
Zwei kleine Kinder (3, 5) irren weinend auf einer heissen Landstrasse in Portugal umher – ihre Eltern haben sie offenbar absichtlich zurückgelassen. Diese Meldung sorgt derzeit über die Grenzen Portugals für Empörung.
Wie mehrere portugiesische Medien berichten, wurden die Kinder am Dienstagabend auf der Nationalstrasse 253 zwischen Alcácer do Sal und Comporta gefunden.
Kindern wurden die Augen verbunden
Ein Augenzeuge entdeckte die kleinen Kinder im Rückspiegel und informierte anschliessend die Polizei. «Der Junge sagte mir auf Französisch, dass die Eltern ihn und seine Schwester einfach zurückgelassen hätten», so Quintas gegenüber SIC Notícias.
Die Rucksäcke, die die Kleinen dabei hatten, enthielten lediglich Kleidung zum Wechseln, zwei Orangen und zwei Flaschen Wasser. Besonders schockierend: Laut Aussagen des Jungen haben die Eltern den Kindern die Augen verbunden und sie in ein Waldstück geführt. «Sie sagten, wir sollen ein Spielzeug suchen», schilderte der Fünfjährige. Erst als sie die Augenbinde abnahmen, bemerkten die Geschwister, dass sie allein waren.
Quintas brachte die Kinder in die Bäckerei seiner Familie. Dort wurden sie von der Polizei abgeholt. Die Geschwister wurden daraufhin ins Spital gebracht. Sie stammen aus Frankreich, wie Ermittlungen ergaben, und befinden sich mittlerweile in der Obhut der französischen Botschaft. Die Eltern konnten identifiziert werden. Eine Vermisstmeldung für den Kindern lag zum Zeitpunkt des Auffindens nicht vor.