Mehrstündiger Polizeieinsatz
Rechtsextremer Schweizer (21) besetzt deutsches Denkmal

Aufregung in Deutschland: Ein junger Mann aus der Schweiz erklomm am Sonntag das Hermannsdenkmal in Detmold, zündete Pyrotechnik und widersetzte sich stundenlang der Polizei. Ermittlungen wegen Hausfriedensbruch und Volksverhetzung wurden eingeleitet.
Auf dieses Denkmal kletterte der Mann.
Foto: Shutterstock

Darum gehts

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  • Schweizer (21) besetzt Hermannsdenkmal in deutschem Bundesland Nordrhein-Westfalen mit rechtsextremer Gruppe
  • Mann zündete Pyrotechnik, zeigte sich stundenlang unkooperativ, kletterte erst abends herunter
  • Polizei prüft Straftaten wie Hausfriedensbruch, Volksverhetzung und illegale Pyrotechnik
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Marian NadlerRedaktor News

Aufregung im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen – und alles wegen eines Mannes aus der Schweiz. Was war da los?

Am Sonntag gegen 11 Uhr verschafften sich mehrere vermummte Personen, die augenscheinlich der rechtsextremen Gruppe Identitäre Bewegung angehörten, unbefugt Zutritt zum Hermannsdenkmal in Detmold. Sie bestiegen das mehr als 50 Meter hohe Denkmal, zündeten Pyrotechnik und rollten Banner vom Balkon des Hermanns aus. So beschreibt die deutsche Polizei die Situation in einer Pressemeldung.

Anschliessend flüchtete die Personengruppe – bis auf einen Mann. Er kletterte oberhalb des Balkons auf das Denkmal und sicherte sich dabei mittels Seilen. Dann harrte er über mehrere Stunden dort aus und zeigte sich den Einsatzkräften der Polizei gegenüber «unkooperativ», wie es die Polizei ausdrückt.

Pyrotechnik abgebrannt

Gegen 17 Uhr stieg der Mann wieder vom Denkmal herab. Es handelte sich nach ersten Erkenntnissen um einen 21-Jährigen aus der Schweiz. Wie ein Pressesprecher Blick am Montag bestätigt, handelt es sich um einen Schweizer Staatsbürger. Polizeibeamte brachten ihn zur Detmolder Wache. Nach den polizeilichen Massnahmen wird er wieder entlassen.

Welche Straftatbestände dem jungen Mann im Einzelnen vorgeworfen werden – unter anderem Hausfriedensbruch, Verdacht der Volksverhetzung und Abbrennen von illegaler Pyrotechnik - wird geprüft. Die weiteren Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an. Aufgrund eines politischen Hintergrundes der Aktion werden diese vom Staatsschutz der Polizei Bielefeld übernommen. Zeugen, die insbesondere Video- oder Bildaufnahmen der Aktion gemacht haben, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden und diese zur Verfügung zu stellen.

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