Brenzlige Situation über den Wolken: Ein Passagier auf einem Lufthansaflug von Bogotá nach Frankfurt sorgte für Chaos, als er versuchte, eine Aussentür des Flugzeugs zu öffnen.
Wie «Bild» berichtet, ignorierte der 33-Jährige die Aufforderungen der Crew und begann, an der Tür zu rütteln.
Mit vereinten Kräften griffen Kabinenpersonal und zwei Passagiere ein und zogen den Mann weg. Der Flug konnte trotz der Eskalation planmässig fortgesetzt werden, bestätigte die Lufthansa gegenüber «Bild».
Anzahl Rüpel-Passagiere nimmt zu
Bei einem normalen Passagierflugzeug kann man die Tür auf Reiseflughöhe praktisch nicht öffnen. Der entscheidende Grund ist der Druckunterschied. In Reiseflughöhe herrscht ausserhalb des Flugzeugs viel geringerer Druck als in der Kabine. Der Kabinendruck presst die Tür bei den üblichen Konstruktionen zusätzlich gegen den Türrahmen.
Nach der Landung in Frankfurt wurde der Mann festgenommen. Ein Sprecher erklärte gegenüber dem Boulevardblatt: «Der Mann wurde aufgrund seines Zustandes in ein umliegendes psychiatrisches Spital gebracht.» Gegen ihn läuft nun ein Strafverfahren wegen des Verdachts auf einen gefährlichen Eingriff in den Luftverkehr.
Immer wieder sorgen pöbelnde Passagiere für Schlagzeilen. Schweizer Airlines meldeten für das Jahr 2025 mehr Ereignisse mit sogenannten «Unruly Passengers». Pro 10'000 Flugbewegungen gab es im vergangenen Jahr 86,93 Vorfälle, wie der Sicherheitsreport des Bundesamts für Zivilluftfahrt zeigte. 2024 waren es 76,08 Vorfälle, 2023 lag der Wert bei 63,37.