Lilian (†8) stirbt in den USA an gehirnfressender Amöbe
«Wir sind am Boden zerstört»

Ein achtjähriges Mädchen aus den USA ist gestorben, nachdem es sich mit einer seltenen, gehirnfressenden Amöbe infiziert hatte. Die Infektion passierte wahrscheinlich beim Schwimmen in einem See im US-Bundesstaat Louisiana.
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Die kleine Lilian ist gestorben.
Foto: Love for Lilian/Facebook

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Mädchen (†8) aus Louisiana stirbt nach Infektion mit gehirnfressender Amöbe
  • Parasit Naegleria fowleri verursacht tödliche Hirnhautentzündung nach Bad im See
  • Infektion im Lake Claiborne, 48 Kilometer nördlich von Ruston, bestätigt
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Janine EnderliRedaktorin News

Die Trauer ist riesig: Die kleine Lilian S.* (†8) aus dem US-Bundesstaat Louisiana ist tot. Das Mädchen verlor am Wochenende den Kampf gegen eine gehirnfressende Amöbe. 

«Vergangene Nacht ist Lillian aus unseren Armen in die Arme Jesu gelaufen», teilte ihre Familie am Sonntagmorgen in einem Beitrag auf Facebook mit. «Die Verletzungen an ihrem Gehirn waren zu schwer, als dass sich ihr kleiner Körper davon hätte erholen können. Wir sind am Boden zerstört.» Aufgrund des Parasiten soll Lilian zudem an einer ausgeprägten Schwellung des Gehirns gelitten haben. 

Hier lebt der Parasit

Die «hirnfressende Amöbe» namens Naegleria fowleri ist ein seltener, einzelliger Parasit, der in warmem Süsswasser lebt. Gelangt das Wasser beim Tauchen oder Baden in die Nase, kann die Amöbe ins Gehirn wandern und eine rasche, meist tödliche Hirnhautentzündung auslösen. 

Die Achtjährige infizierte sich wohl beim Baden im Lake Claiborne mit dem Parasiten. Der See liegt ungefähr 50 Kilometer nördlich von Ruston – dem Wohnort der Familie. 

«Die Infektion ist äusserst selten, verläuft jedoch fast immer tödlich», hält das Gesundheitsministerium von Louisiana fest. Zwischen 1937 und 2025 gab es in Louisiana nur drei bestätigte Fälle. 

Schlimme Fälle in der Vergangenheit

2019 schockte der Fall der zehnjährigen Lily ebenfalls die USA. Das Mädchen ging im Brazos River und im Lake Whitney in Texas schwimmen. Als Lily wegen Fieber und Kopfschmerzen in ein Spital eingeliefert wurde, tappten die Ärzte zunächst im Dunkeln. Lily erhielt Ibuprofen verschrieben, um die Schmerzen zu lindern. Doch ihr Zustand verschlimmerte sich rasch. Schliesslich starb sie. In Indien ging 2024 ein Teenager (†14) in einem Teich schwimmen. Auch er erlitt dasselbe Schicksal. 

In zentralen und südlichen Staaten kommt der Parasit häufiger vor, dort sind die Temperaturen im Durchschnitt höher. Forscher glauben, dass sich das Vorkommen mit den immer wärmer werdenden Sommern und Wassertemperaturen weiter ausbreiten kann. 

So sehen die ersten Symptome aus

Zu den frühen Symptomen einer Infektion mit der Amöbe können laut dem Center for Disease Control and Prevention Kopfschmerzen, Fieber, Übelkeit und Erbrechen gehören. Die Infektion sei schwer zu erkennen und schreite rasch voran, was zu Nackensteifigkeit, Verwirrtheit, Halluzinationen und Gleichgewichtsstörungen führen kann.

Für die Familie von Lilian ist der Verlust unbeschreiblich. «Wir sind zutiefst erschüttert und wissen ehrlich gesagt nicht, wie es nun weitergehen soll», schreiben sie auf Facebook. 

Keine «Naegleria fowleri» in der Schweiz

In der Schweiz wurde die Amöbe «Naegleria fowleri» übrigens trotz gezielter Suchen nicht nachgewiesen. Andere freilebende Amöben gibt es in der Schweiz durchaus. Darunter sind Acanthamoeba-Arten. Einzelne Arten können in sehr seltenen Fällen schwere Infektionen bis hin zu Hirnentzündungen verursachen, vor allem bei immungeschwächten Menschen.

* Name bekannt 

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