Darum gehts
- Influencerin Stefanie P. tot in Koffer gefunden, Ex-Freund geständig
- Verdächtiger transportierte Leiche im Auto über Grenze nach Slowenien
- 31-jähriger Ex-Freund wurde nach stundenlanger Einvernahme geständig
Es ist ein Fall, der über die Grenzen Europas hinaus schockiert: Die österreichische Influencerin und Sängerin Stefanie P.* (†32) aus Graz wurde knapp eine Woche nach ihrem Verschwinden tot in einem Koffer in Slowenien aufgefunden.
P.s Ex-Freund Patrik M.* (31) legte nach stundenlanger Einvernahme ein Geständnis ab. «Er ist nunmehr geständig», bestätigte die Staatsanwaltschaft. Bei einer Pressekonferenz am Sonntag gaben die Behörden neue, grausame Details bekannt.
Ex-Freund gab an, auf Hund aufzupassen
Laut Markus Haas vom Landeskriminalamt Steiermark wurde P. am 23. November als vermisst gemeldet. Eine Streife fuhr sofort zu ihrer Wohnung – dort trafen die Polizisten auf ihren Hund und Patrik M. Der 31-Jährige behauptete, er passe nur auf das Tier auf. Was den Ermittlern jedoch sofort auffiel: Am Türrahmen klebte Blut.
Erstmals geriet M. aufs Radar der Ermittler. Zeugen berichteten zudem, dass sie am Sonntagmorgen einen lauten Streit in der Wohnung wahrnahmen.
Leiche in einem Koffer auf Rücksitz transportiert
Aktuellen Erkenntnissen zufolge soll M. danach mit einem Teppich über der Schulter die Wohnung verlassen haben. Noch am gleichen Tag fuhr der Slowene in sein Heimatland und dann wieder zurück nach Österreich.
Der 31-Jährige hatte die Grazerin getötet und ihren Leichnam in einem Koffer aus der Stadt geschafft, den er anschliessend auf dem Rücksitz seines Autos über die Grenze nach Slowenien transportierte. In einem Waldgebiet nahe Mašperk wurde der Koffer später unter der Erde entdeckt.
Sollten Spuren verwischt werden?
Am Montag wurde M.s ausgebranntes Auto auf einem Parkplatz eines Casinos an der slowenischen Grenze entdeckt. «Er hatte sein Auto mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen und ist dann ins Casino gegangen, um sich Hilfe bei den Löscharbeiten zu holen», erklärte Stanko Vidovič, Leiter der Kriminalpolizei in Maribor, gegenüber der «Kronen Zeitung».
Am Samstag brach M. schliesslich sein Schweigen. Er soll die Ermittler zur Leiche geführt haben. Zuvor soll er angegeben haben, die Österreicherin bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt zu haben. Diese Information ist jedoch noch nicht bestätigt.
* Namen bekannt